Umweltökonomische Gesamtrechnungen

Energieproduktivität seit 1990 gestiegen

Aus denen vom Statistischen Bundesamt vorgelegten aktuellen "Umweltökonomischen Gesamtrechnungen" geht hervor, dass sich Energieproduktivität in Deutschland zwischen 1990 und 2004 um 27 Prozent verbessert hat und die Rohstoffproduktivität im selben Zeitraum ebenfalls anstieg.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - "Gemessen an den Zielen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sind noch verstärkte Anstrengungen zur Erreichung der Vorgaben bei der Rohstoff- und Energieproduktivität erforderlich", so kommentierte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, in Berlin die Vorlage der diesjährigen Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR).

Aus ihnen geht hervor, dass sich Energieproduktivität in Deutschland zwischen dem Basisjahr 1990 und dem Jahr 2004 um 27 Prozent verbessert hat und die Rohstoffproduktivität im selben Zeitraum um 29 Prozent gestiegen ist. Beide Entwicklungen würden zwar in die richtige Richtung zeigen, erläuterte Hahlen, fallen aber noch zu gering aus, um das Nachhaltigkeitsziel einer Produktivitätsverdoppelung bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

Betrachtet man den Energiegehalt (nicht die Menge in Tonnen) der eingesetzten Energieträger, so ist der Energieverbrauch in Deutschland laut UGR im Zeitraum 1990 bis 2004 um 3,2 Prozent zurückgegangen. Eine Betrachtung des Verlaufs verdeutliche, dass die Verminderung des Energieverbrauchs in Deutschland seit 1990 in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung stattgefunden hat (minus 4,9 Prozent zwischen 1990 und 1994). Im Zeitraum 1994 bis 2004 stieg dagegen der Energieverbrauch um 1,8 Prozent.

Bei den Umweltindikatoren zu Treibhausgasen, Luftschadstoffen und dem Anteil der er­neuerbaren Energien am Primärenergie- und dem Stromverbrauch können nach den neuen UGR-Ergebnissen die gesetzten Ziele erreicht werden, wenn sich die durchschnittliche Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts fortsetzt.

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