Teuerung

Energiepreise treiben die Inflation weiter an

Die hohen Energiepreise haben im Februar die Inflationsrate wieder in die Höhe getrieben. Die Verbraucherpreise seien im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit und bestätigte damit seine vorläufigen Zahlen. Am stärksten stiegen die Preise für Kraftstoffe und Heizöl.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (afp/red) - Im Januar und im Dezember hatte die Inflationsrate noch 2,1 Prozent betragen, höher lag sie zuletzt im November mit 2,4 Prozent. Den Statistikern zufolge liegt die Teuerungsrate für Energie bereits seit März 2010 deutlich über dem allgemeinen Preisanstieg. Insgesamt legten die Energiepreise im Vergleich zum Februar 2011 um 8,0 Prozent zu. Besonders stark war der Preisanstieg im Februar im Jahresvergleich bei Heizöl (plus 17,7 Prozent). Benzin und Diesel kosteten 8,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Kraftstoffe sind so teuer wie nie

Kraftstoffe insgesamt sind laut Statistischem Bundesamt so teuer wie noch nie seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1950. Nur Diesel allein betrachtet war im Sommer 2008 demnach noch ein wenig teurer. Ohne Berücksichtigung der Entwicklung bei den Energiepreisen hätte die Inflationsrate im Februar nur 1,6 Prozent betragen. Energie verteuerte sich binnen Monatsfrist um 1,4 Prozent. Wegen der weiter gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl verteuerte sich leichtes Heizöl um 3,4 Prozent, Kraftstoffe waren um 2,3 Prozent teurer. So war Tanken auch nach Angaben des ADAC im Februar so teuer wie nie zuvor.

Die Bundesregierung geht für das Jahr 2012 bislang von einer Inflation in Höhe von 1,8 Prozent aus. Für die Euro-Zone hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am Donnerstag seine Prognose von bisher 2,0 Prozent auf 2,4 Prozent erhöht. Bei einer Preissteigerung bis zur Schwelle von zwei Prozent sieht die EZB Preisstabilität gewahrt.

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