Sonnenstaat ohne Licht

Energiekrise in Kalifornien: Rettung in Sicht?

Um nicht Konkurs anmelden zu müssen, hat der zweitgrößte kalifornische Energieversorger SCE mit dem Bundesstaat vereinbart, sein Netz erst zu verkaufen und dann weiter unterhalten zu können. Ob das die Krise entschärft bleibt weiterhin unklar, einen Konkursfall gibt es bereits.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Nach dem Konkursantrag des im Norden Kaliforniens tätigen Energieversorgers Pacific Gas and Electric, will der im Süden des amerikanischen Sonnenstaats tätige Stromversorger Southern California Edison (SCE) mit Hilfe des kalifornischen Gouverneurs, Gray Davis, die Pleite vermeiden. Dazu haben sich Politik und Unternehmen darauf geeinigt, dass der US-Bundesstaat Kalifornien das 19 000 Kilometer lange Leitungsnetz des Versorgers für 2,76 Milliarden Dollar kauft, um es dann von der SCE unterhalten zu lassen. Damit soll gewährleistet sein, dass die SCE zehn Jahre preiswerten Strom an die Kunden liefert. Zudem soll das Unternehmen und sein Mutter, die Edison International, in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden Dollar in die Infrastruktur investieren und 10 000 Hektar Land für Naturschutzgebiete bereitstellen.


Aufgrund der Regulierungspolitik mussten die Stromversorger in den vergangenen Jahren Strom zu staatlich festgelegten niedrigen Preisen liefern, ihn aber teuer einkaufen. Während die SCE, zweitgrößter kalifornische Anbieter, jetzt auf etwa fünf Milliarden Dollar Schulden sitzt, hat der größte kalifornische Versorger Pacific Gas and Electric neun Milliarden Dollar Schulden und kürzlich Konkurs angemeldet.

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