Statistik

Energiekosten treiben Verbraucherpreise

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Juli 2005 gegenüber Juli 2004 um zwei Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juni 2005 erhöhte sich der Index um 0,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt bereits letzte Woche mit. Strom- und Gaspreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 und 9,7 Prozent.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Die seit April vergangenen Jahres anhaltend preistreibende Wirkung der Mineralölprodukte war im Juli 2005 besonders deutlich zu spüren: Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate nur bei 1,3 Prozent gelegen. Leichtes Heizöl wies mit einer Preissteigerung von 41,2 Prozent die höchste Jahresteuerungsrate seit fast fünf Jahren auf. Auch der Anstieg der Kraftstoffpreise hielt im Juli 2005 an (plus 9,4 Prozent zum Vorjahr, darunter Diesel: plus 18,9 Prozent). Der Vormonatsvergleich ergibt ebenfalls eine Teuerung sowohl bei Heizöl (plus 5,0 Prozent) als auch bei Kraftstoffen (plus 4,0 Prozent). Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte wäre der Verbraucherpreisindex von Juni auf Juli 2005 weitaus moderater (plus 0,2 Prozent) gestiegen, teilte die Statistiker mit.

Neben leichtem Heizöl wurden auch die anderen Haushaltsenergieträger überdurchschnittlich teurer. So stiegen innerhalb eines Jahres die Strompreise um 4,4 und die Gaspreise um 9,7 Prozent. Zentralheizung und Fernwärme waren im Juli 2005 sogar 15,8 Prozent teurer als im Juli 2004.

Den ausgeprägten Anstieg des Verbraucherpreisindex zum Vormonat verursachten neben gestiegenen Mineralölpreisen auch die zu Ferienbeginn teurer gewordenen Pauschalreisen. Günstiger wurden im Juli 2005 unter anderem Informationsverarbeitungsgeräte sowie Foto- und Filmausrüstungen.

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