Schneller Anstieg

Energiekosten treiben die Verbraucherpreise nach oben

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zuletzt wieder schneller gestiegen. Schuld daran ist vor allem der Bereich Energie, aber auch Lebensmittel sind teurer geworden. Die Inflationsrate im Juli betrug 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (afp/dapd/red) - Im Mai und Juni lag sie im Vergleich zum Vorjahresmonat noch bei 2,3 Prozent. Deutlich gestiegen sind die Preise im Juli auch im Vergleich zum Vormonat: Im Schnitt waren sie 0,4 Prozent höher als im Juni. Die Statistiker bestätigten mit diesen Zahlen ihre vorläufigen Berechnungen von Ende Juli. Damit liegt die Teuerung seit einem halben Jahr über der Marke von 2 Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank von Preisstabilität spricht.

Preistreiber Energie

Wie schon in den Vormonaten machten die Statistiker vor allem Energie als Preistreiber aus - sie war 10,6 Prozent teurer als vor einem Jahr. Kraftstoffe kosteten demnach 12,3 Prozent mehr, Haushaltsenergie wie etwa Heizöl oder Gas war 9,8 Prozent teurer.

Ohne Energie stiegen die Verbraucherpreise der Statistik zufolge im Schnitt nur um 1,5 Prozent. Auch die Preise für Lebensmittel trieben die Inflation allerdings an: Sie kosteten im Schnitt 2,1 mehr als im Juli 2010. Im Vergleich zum Juni 2011 stiegen die Verbraucherpreise nach Angaben der Statistiker um 0,4 Prozent.

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