Statistik

Energiekosten 2005 auf neue Höchststände gestiegen

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Wochenende von neuen Höchstständen für Energiekosten: Die Preise für Strom seien im vergangenen Jahr um fast vier Prozent gestiegen. Für Gas wurden dem Bericht zufolge zwölf Prozent mehr berechnet, für Dieselkraftstoff 13 Prozent und für Heizöl sogar 18 Prozent.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Die Energiekosten der Verbraucher in Deutschland sind im vergangenen Jahr zum Teil auf neue Höchststände angestiegen. Wie die "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Hamburger Energie Informationsdienstes (EID), des Mineralölwirtschaftsverbands und des Verbands der deutschen Elektrizitätswirtschaft (VDEW) berichtete, stiegen die Preise für Strom im vergangenen Jahr um fast vier Prozent.

Für Normal- und Superbenzin waren im Schnitt gegenüber Vorjahr jeweils 7,2 Prozent mehr zu zahlen. Für Gas wurden dem Bericht zufolge zwölf Prozent mehr berechnet, für Dieselkraftstoff 13 Prozent und für Heizöl sogar 18 Prozent. Für Autofahrer mit einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr macht sich der Preisanstieg dem Blatt zufolge bei einem Durchschnittsverbrauch von acht Litern pro 100 Kilometer durch jährliche Mehrkosten in Höhe von knapp 99 Euro für Super- und Normalbenzin und von 149 Euro für Diesel bemerkbar.

Noch gravierender sei der Kostenschub bei Wärme und Warmwasserbereitung, schrieb die Zeitung. Für eine durchschnittliche Haushaltsmenge Gas seien im Durchschnitt 1525 Euro im Jahr zu zahlen gewesen, während es 2004 erst 1362 Euro waren. Eine entsprechende Durchschnittslieferung von Heizöl habe 1710 Euro statt 1450 Euro für das Gesamtjahr gekostet. Für Strom zahle ein Musterhaushalt mit drei Personen inzwischen bereits 653 Euro statt 629 Euro wie ein Jahr zuvor.

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