Ab 2013

Energiekonzerne drohen mit Preiserhöhungen wegen CO2-Handel

RWE und E.ON drohen wegen der EU-Klimaschutzpläne für den Emissionshandel ab 2013 mit saftigen weiteren Strompreiserhöhungen. E.ON-Chef Wulf Bernotat sagte, es bestehe ein großes Preisrisiko beim Strom, wenn alle Zertifikate von den Energieunternehmen 2013 sofort ersteigert werden müssten.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Bernotat und RWE-Chef Jürgen Großmann sprechen sich stattdessen für eine Übergangsphase bis 2020 aus. Dagegen hatte sich zuvor auch Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gewandt. Das Thema soll am 12. Dezember vom EU-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs abschließend geregelt werden.

Erneut warnte Bernotat vor einer Stromlücke im Falle des Atomausstiegs und drohte mit einem Aussetzen des Kraftwerks- Bauprogramms der Branche. Damit sollten bisher trotz der Rezession mehr als 60 Milliarden Euro auch zugunsten von Wachstum und Beschäftigung investiert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Brexit

    Stromfirmen und Klimaschutz: Mögliche Brexit-Folgen für den Energiemarkt

    Eon und RWE erwarten keine größeren Konsequenzen wegen des Brexits für ihr Stromgeschäft in Großbritannien. Beide Unternehmen sind in größerem Maße auf der Insel vertreten. Im Energiebereich bereitet aber der CO2-Handel Experten Sorgen.

  • Energieversorung

    14 Millionen Haushalte von Strompreiserhöhungen betroffen

    Zum Jahreswechsel erhöhen erneut viele Stromversorger ihre Preise. Aktuell sind mehr als 14 Millionen Haushalte von den Erhöhungen um durchschnittlich 8,5 Prozent betroffen. Würden alle Kunden den günstigsten Stromtarif wählen, könnten in Deutschland etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.

  • Stromtarife

    Greenpeace: Kritik an Elektro-Mini von BMW und Vattenfall

    BMW hat einen Elektro-Mini vorgestellt, den der Autobauer mit Strom des Energiekonzerns Vattenfall betreiben will. Laut Greenpeace sind die Elektro-Autos jedoch ähnlich klimaschädlich wie herkömmliche Modelle. Bei strombetrieben Fahrzeugen werde der CO2-Ausstoß lediglich "auf die Kraftwerke verlagert".

  • Hochspannungsleitung

    VEA sieht keine Begründung für Strompreiserhöhungen

    Der Bundesverband der Energie-Abnehmer kritisiert die nächste Teuerungswelle auf dem Strommarkt scharf. Der Verband sehe keinen Grund für die Preiserhöhungen, denn Braunkohle und Atomenergie, die als Basis zur Preisberechnung dienten, hätten sich nicht verteuert.

Top