Wachstumskurs

Energiekonzern EnBW plant weitere Milliardeninvestitionen

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern EnBW plant bis 2018 weitere Milliarden-Investitionen. Für das künftige Wachstum werde man das bisherige Investitionstempo fortsetzen, so EnBW-Chef Villis laut einem Magazinbericht vom Wochenende.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis sagte dem Wirtschaftsmagazin "Capital" laut einem Vorabbericht vom Sonntag, das man die "hohe Schlagzahl" auch in den nächsten zehn Jahren beibehalten wolle.

Villis hatte zu Jahresbeginn für das Karlsruher Unternehmen ein bis 2010 laufendes Dreijahres-Programm aufgelegt. Es sieht Ausgaben von insgesamt 7,6 Milliarden Euro für neue Kraftwerke, Netze, den Ausbau des Gasgeschäfts und Beteiligungen vor. Werden die Investitionen im bisherigen Umfang fortgeschrieben, belaufen sie sich dem Magazin zufolge über zehn Jahre auf rund 25 Milliarden Euro.

Villis stellte dem Blatt zufolge für die weiteren Investitionen einen starken Anstieg der Schulden in Aussicht. Eine Kapitalerhöhung sei aber nicht nötig, zumal die Ausgaben zu einem großen Teil aus den laufenden Einkünften bestritten werden könnten. Die Investitionen gehen nach den Worten des Konzernchefs auch nicht zulasten der Aktionäre. EnBW wolle künftig wie bereits für das vergangene Geschäftsjahr mehr als 40 Prozent des Gewinns ausschütten.

Unter dem seit einem Jahr amtierenden Villis ist der Versorger nach einer längeren Sanierungsphase wieder auf Wachstumskurs gegangen. Nachdem Villis zuletzt im Juli für zwei Milliarden Euro mit gut einem Viertel beim fünftgrößten deutschen Energieanbieter EWE eingestiegen ist, blickt der Vorstandschef nun vor allem ins Ausland. So will er bis Jahresende in der Türkei einen strategischen Partner finden. Dort wolle EnBW 200 Millionen bis 300 Millionen Euro in die Wasserkraft investieren, die riesige Wachstumschancen biete.

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