Spart Geld und schont die Umwelt

Energieeinsparung durch Fenstermodernisierung

In der Bundesrepublik gelten mindestens 24 von 34 Millionen Altbauwohnungen im Hinblick auf aktuelle Energiespar-Standards als modernisierungsbedürftig - Häuslebauer und Hausbesitzer sollten sich jetzt über Möglichkeiten der Energieeinsparung informieren.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, dass momentan der ideale Zeitpunkt für Hausbesitzer ist, ihre alten Fenster zu erneuern - ein Thema übrigens, dass nicht selten gerne aufgeschoben oder gar vernachlässigt wird. Fälschlichweise, wie Fachleute feststellen, denn neben Dächern und Hauswänden mit nicht mehr zeitgemäßer Wärmedämmung orten sie zunehmend veraltete Fenster- und Türkonstruktionen als Energieverschwender.

Das in Pirmasens ansässige Prüfinstitut für Bauelemente (PIB) etwa weist darauf hin, dass über 75 Prozent der Gebäude in der Bundesrepublik älter sind als 20 Jahre. Mindestens 24 von 34 Millionen Altbauwohnungen gelten im Hinblick auf aktuelle Energiespar-Standards als modernisierungsbedürftig. Das hat mitunter teure Folgen: Ein Haushalt mit herkömmlichen Isolierfenstern verbraucht beispielsweise jährlich im Schnitt 32 Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche. Bei altmodischer Einfachverglasung verdoppelt sich diese Menge nahezu auf 62 Liter. Dem gegenüber beträgt der Wert bei modernen Wärmedämmgläsern nur noch zwölf Liter Heizöl.

Verbesserte Glas- und Rahmenmaterialien sorgen also zweifelsohne für einen langfristigen Kostenvorteil. Nach Berechnungen des Prüfinstituts Pirmasens birgt der mögliche Einsatz von Wärmedämmglas und modernen Fensterelementen, gleichgültig ob aus Holz oder PVC, im veralteten Wohngebäudebestand der Bundesrepublik ein Einsparpotenzial von bis zu 77 Milliarden Kilowattstunden und - abhängig vom Ölpreis - bis zu 18,5 Milliarden Euro bare Geldersparnis hochgerechnet auf ganz Europa.

Die neue Energieeinsparverordnung der Bundesregierung verschärft die geltenden Wärmeschutzanforderungen weiter. Aber Sie schafft auch Anreize zu Investitionen. Das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Hausbesitzer, die sich zur Erneuerung ihrer Fenster entschließen.

Auch die Entsorgung der alten Fenster stellt kein Problem mehr dar. Bundesweit organisierte Recycling-Systeme sammeln PVC-Elemente und verwenden sie wieder in der Neuproduktion - sozusagen ein rundes Konzept.

Bauherren, die sich über moderne Fensterelemente informieren wollen, und Hausbesitzer, denen eine Modernisierung quasi "ins Haus" steht, können sich auf der Messe "fensterbau frontale" informieren, die vom heutigen Mittwoch bis einschließlich Samstag dieser Woche (20. bis 23. März) in Nürnberg stattfindet. Im Rahmen der Messe wird auch die Initiative PVCplus präsent sein, in der zahlreiche Unternehmen der PVC-Branche organisiert sind.

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