Qualität

Energieeffizienz: Endverbraucher spielen wichtige Rolle

"Energieeffizienz in liberalisierten Energiemärkten" hieß das erste Thema einer Kolloquien-Reihe der Energiestiftung Schleswig-Holstein. Ergebnis: Der Energiekonsument spielt eine wichtige Rolle.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Auf der ersten Veranstaltung der Kolloquien-Reihe zum Thema "Energieeffizienz in liberalisierten Energiemärkten", die von der Energiestiftung Schleswig-Holstein zusammen mit der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin organisiert wird, diskutierten Experten aus verschiedenen europäischen Ländern kürzlich in Tannenfelde über die Möglichkeiten zur Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen und die damit verbundene Rolle der Energieverbraucher.

Teilnehmer der Veranstaltung waren Wissenschaftler sowie Unternehmensvertreter, die ihre Firmenpolitik zur Herstellung und Vermarktung energiesparender Geräte vorstellten. Ausgangspunkt der Diskussion war die These, dass die Liberalisierung des Energiemarktes weitreichende Auswirkungen nicht nur auf die Energieversorger, sondern auch auf die Verbraucher nach sich zieht und sich daher die Rolle der Energiekonsumenten im freien Markt stark verändert. Aus Stromabnehmern werden Kunden. Dies betreffe beispielsweise auch die "Qualität" von Strom, wie ein europaweiter Überblick zur bisherigen Vermarktung grüner Stromangebote zeige. Ein weiterer wichtiger Themenblock war die Frage des Konsumentenverhaltens bei der Auswahl von elektronischen Geräten. Hierbei spiele das Thema Verbraucherschutz eine große Rolle. Die Diskussion wurde erweitert durch einen Blick auf die Energieeffizienzpolitik in verschiedenen Ländern, insbesondere die Erfahrungen mit dem Einsatz marktkonformer Instrumente in den Niederlanden und Großbritannien. Abgerundet wurde dies durch eine Darstellung der EU-Perspektive im Hinblick auf die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für liberalisierte Energiemärkte.

Dr. Holger Krawinkel, Vorstand der Energiestiftung Schleswig-Holstein, zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden: "Der Austausch zwischen Unternehmen und Wissenschaft war sehr fruchtbar und ist wichtig." Er hob weiterhin die Bedeutung der internationalen Ausrichtung der Veranstaltung hervor: "Da Klimaschutz einerseits eine internationale Aufgabe ist und andererseits die Integration der Energiemärkte europaweit stattfindet, ist die internationale Perspektive auch für Wissenschaft und Politik von zunehmender Bedeutung."

Eine Dokumentation der Veranstaltung wird es in Kürze unter www.energiestiftung.de geben. Im Rahmen der Kolloquien-Reihe werden schon drei weitere Veranstaltungen vorbereitet, die im Jahr 2002 und 2003 stattfinden.

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