Empfehlung

Energieeffiziente Fernseher bei EcoTopTen

Das Freiburger Öko-Institut hat rechtzeitig zur Fußball-WM seine neue Marktübersicht zu Röhren-, LCD- und Plasmageräten veröffentlicht. In der Zusammenstellung "EcoTopTen" spielen insbesondere die Stromverbrauchskennzahlen der Fernseher eine Rolle. Dazu hat das Öko-Institut eine spezielle Bezugsgröße entwickelt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Freiburg (red) - Wer momentan überlegt, sich einen neuen Fernseher anzuschaffen, sollte neben Technik, Bildqualität und Größe auch den Stromverbrauch beachten. Angaben dazu findet man allerdings nur selten in den Produktdatenblättern, kritisiert Stephanie Zangl vom Öko-Institut. Die umweltfreundliche Rangliste des Öko-Instituts, "EcoTopTen", bietet daher eine Auswahl an energieeffizienten Röhren-, LCD- und Plasmafernsehern.

"Im Extremfall verbraucht ein Fernseher bis zu 800 Kilowattstunden Strom bei einer täglichen Nutzung von vier Stunden", erläutert Zangl. Zum Vergleich: Effiziente Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen pro Jahr nur zwischen 100 und 200 Kilowattstunden, obwohl sie 24 Stunden pro Tag laufen. Ein wichtiger Faktor für den Energieverbrauch von Fernsehern sei die Bildschirmdiagonale: "Tendenziell gilt, dass der Energieverbrauch bei größeren Bildschirmen steigt", sagt Zangl. Dies werde vor allem bei Plasmafernsehern in den oberen Größenklassen ab 45 Zoll deutlich. Weil ihr jährlicher Stromverbrauch sehr hoch sei und ihre jährlichen Gesamtkosten inklusive des anteiligen Kaufpreises mehr als 500 Euro pro Jahr betragen, sind sie bei EcoTopTen grundsätzlich ausgeschlossen.

Fernseher, die EcoTopTen empfiehlt, erfüllen folgende Kriterien: Ihr "jährlicher Energieverbrauch pro Bildschirmfläche" ist deutlich geringer als bei vergleichbaren Geräten am Markt. Diese Bezugsgröße hat das Öko-Institut entwickelt, um Geräte unterschiedlicher Größen und Formate besser vergleichbar zu machen. Alle EcoTopTen-Fernseher besitzen außerdem einen Netzhauptschalter, mit dem Verbraucher das Gerät vollständig vom Stromnetz nehmen können. Dadurch vermeiden sie einen unnötigen Energieverbrauch und Kosten für den Stand-by-Betrieb. Die Gesamtkosten, inklusive anteiligem Kaufpreis und Folgekosten für den Stromverbrauch, betragen bei einem EcoTopTen-Fernseher maximal 300 Euro pro Jahr.

Die EcoTopTen-Marktübersicht bietet eine Auswahl an empfehlenswerten Röhren-, LCD- und Plasmafernsehern in den Bildformaten 4:3 oder 16:9, unterteilt in vier Größenklassen. Für die Auswahl helfen weitere Angaben, zum Beispiel zur Gesamthöhe des jährlichen Energieverbrauchs, zu integrierten Gerätefunktionen wie Empfänger für digitales Fernsehen (DVB-Tuner), zur Eignung, hochauflösendes Fernsehen HDTV darzustellen ("HD ready") oder zur Auszeichnung mit dem europäischen Umweltzeichen "Euroblume".

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromvergleich

    Mehrwertsteuer beim Strom: Staat kassiert rund 6 Milliarden Euro

    Strom ist in den letzten Jahren immer teurer geworden. Das liegt aber nicht nur an den Stromanbietern. Einen großen Teil des Strompreises machen nämlich Steuern und Abgaben aus.

  • Stromrechnung

    Teurer Strom und hoher Verbrauch: Ostdeutsche zahlen mehr für Energie

    Die Strompreise und der Energieverbrauch beeinflussen maßgeblich, was am Ende auf der Stromrechnung veranschlagt wird. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, zahlen Ostdeutsche aufgrund beider Faktoren häufig mehr für ihren Strom.

  • Stromtarife

    Initiative EnergieEffizienz: Bei Fernseherkauf auf Stromverbrauch achten

    Wer sich pünktlich zur Fußball-WM noch einen neuen Fernseher kaufen möchte, sollte sich inbesondere beim Stromverbrauch nicht selbst ins Aus schießen. Die Initiative EnergieEffizienz rät, darauf zu achten, dass das Gerät einen echten Ausschalter hat und im Standby-Betrieb wenig Strom verbraucht.

  • Hochspannungsmasten

    Naturpur Energie AG erneut zertifiziert

    Das ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugte Produkt Naturpur-Strom premium ist erneut vom TÜV Hessen zertifiziert worden. Das Zertifkat VdTÜV 1303 garantiert höchste Ansprüche an Umweltverträglichkeit und zusätzlichen Umweltnutzen und wurde zum sechsten Mal an Naturpur vergeben.

  • Hochspannungsmasten

    Naturstrom installiert Solardach auf Max-Planck-Institut

    Die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie setzten sich schon seit Jahrzehnten damit auseinander, wie Organismen mit Photosynthese Lichtenergie für ihr Wachstum in chemische Energie umwandeln. Jetzt haben die Institute in Martinsried bei München ihr eigenes Solardach bekommen.

Top