Strom sparen

Energieeffizient ins digitale TV-Zeitalter: Receiver mit niedrigem Stromverbrauch

In den kommenden Jahren wird in Deutschland der TV-Sendebetrieb von analog auf digital umgestellt. Der Fernsehempfang über Haus- oder Zimmerantenne ist dann nur noch mit einem speziellen Receiver möglich. Um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, empfiehlt die Initiative EnergieEffizienz, bei der Wahl des Receivers auf niedrigen Stromverbrauch zu achten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Beim Kauf einer Set-Top-Box sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gerät im Stand-by-Modus wenig Strom verbraucht. Je nach Produkt verbraucht der Digital-Empfänger dabei nach Angaben von Stiftung Warentest zwischen 0,6 und über 11 Watt. Wer seine Set-Top-Box rund um die Uhr im Stand-by-Betrieb belässt, verbraucht mit dem effizientesten Modell rund 4,5 Kilowattstunden im Jahr. Ein stromintensives Gerät kann dagegen jährlich bis zu 80 Kilowattstunden verbrauchen. Es lohnt sich also, beim Kauf nach energieeffizienten Empfängern zu fragen.

Die einfachste Maßnahme gegen diesen unnötigen Stromverbrauch: Nach dem Fernsehen sollte die Set-Top-Box mit dem Netzschalter ausgeschaltet werden. Bei vielen Geräten fehlt allerdings ein solcher Schalter. In diesem Fall ist es ratsam, den Netzstecker herauszuziehen. Ein einfacher Trick erleichtert das Abschalten. Man schließt eine schaltbare Steckerleiste zwischen Gerät und Steckdose. Damit lässt sich die Digital-Box mit einem Knopfdruck vollständig vom Stromnetz trennen. Wer zusätzlich den Fernseher über die Steckerleiste mit dem Stromnetz verbindet, kann gleich zwei stille Stromverbraucher auf einmal abschalten.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromvergleich

    Mehrwertsteuer beim Strom: Staat kassiert rund 6 Milliarden Euro

    Strom ist in den letzten Jahren immer teurer geworden. Das liegt aber nicht nur an den Stromanbietern. Einen großen Teil des Strompreises machen nämlich Steuern und Abgaben aus.

  • Solarzellen

    Solaranlage: Batteriespeicher rentieren sich nicht immer

    Ein Batteriespeicher für die Solaranlage rentiert sich nicht für jedermann. Für einige Hausbesitzer lohnt es sich eher, den Strom ins Netz einzuspeisen. Der Bundesverband der Solarwirtschaft verrät, wer eher auf einen Speicher verzichten kann.

  • Strom sparen

    2010: 55 Milliarden Kilowattstunden Strom für IT-Geräte

    Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung hat ergeben, dass im Jahr 2010 in Deutschland jährlich 55 Milliarden Kilowattstunden für Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik benötigt werden - satte 45 Prozent mehr als noch im Jahr 2001. Alleine für TV & Co. benötigt man dann sieben große Kraftwerke.

  • Energieversorung

    2002: Leichtes Plus beim Stromverbrauch

    582 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden in Deutschland im vergangenen Jahr verbraucht. Das ist laut VDEW ein leichter Zuwachs von 0,2 Prozent. Verbrauchsdämpfend wirkten die schwache Konjunktur und die milde Witterung. Zu einem höheren Stromverbrauch führten dagegen die stärkere Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnik.

  • Strom sparen

    Elektrogeräte im Stand-by-Modus kosten 70 Euro mehr pro Jahr

    Wer clever ist, schaltet richtig ab: Wie eine aktuelle Beispielrechnung der Initiative EnergieEffizienz zeigt, gehen Geräte, die durchgängig im Stand-by-Modus laufen, richtig "ins Geld". Zumindest die Geräte der Unterhaltungselektronik sollte man nachts ausschalten - schon kann man etwa 50 Euro pro Jahr sparen.

Top