Kontrolle ist besser!

Energiecontroller: 30 Prozent Fehlerquote in den Stromrechnungen

Der Energiecontroller Plan Energie GmbH hat herausgefunden, dass Stromrechnungen für Großkunden eine Fehlerquote von 30 Prozent aufweisen. Er bietet dazu informative Seminare.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Skandalöse Entdeckung: Ein Energiecontrollingunternehmen will herausgefunden haben, dass es bei deutschen Stromrechnungen für Industrie- und Gewerbekunden eine Fehlerquote von 30 Prozent gibt.

Die Plan Energie GmbH hat die typischen Fehler zusammengestellt: (1) Der vereinbarte Rabatt ist nicht abgezogen. (2) Die Monatshöchstleistung wurde falsch ermittelt. (3) Die Leistungspreise sind falsch berechnet. (4) Die Lieferung wird doppelt berechnet. (5) Es wird der falsche Tarif berechnet. (6) Mangels vorhandener aktueller Zählerablesewerte wird statt der tatsächlich aufgetretenen Höchstleistung die Vertragsleistung berechnet. (7) Zählerstände und das Ablesedatum fehlen völlig in der Rechnung – eine Kontrolle ist unmöglich. Die Hauptursache für die hohen Fehlerquoten sowohl in den Front- als auch in den Backoffices auf allen Ebenen sei die zu geringe Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter, begründen die Controller der Plan Energie GmbH. Die Abrechnungs- und Fakturierungspraxis der Energieversorger hätte jedoch darüber hinaus noch weit schlimmere Folgen für die Industrie- und Gewerbestromkunden. In Zeiten stabiler oder steigender Strompreise und abflachender Konjunktur seien optimale Strompreise ein "muss".

"Aus der Praxis für die Praxis", mit diesen Worten stellte Johannes Hegmans, Geschäftsführer des in Wachtendonk am Niederrhein ansässigen Energieconsulters PlanEnergie GmbH aus Anlass des 25-jährigen Firmenjubiläums jetzt das neue Seminarprogramm in Verbindung mit der Energiedatenmanagement-Software "eddi 01" vor. Stromkunden aus Gewerbe, Industrie, Handel, Gastronomie, Handwerk und Kommunen mit Stromkosten ab 5000 Euro pro Jahr aufwärts oder mehr als drei Standorten könnten davon profitieren. Aber auch die Mitarbeiter der Energiedienstleister, der Verbände der Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammern, der Stadtwerke, der Sparkassen und Banken sowie des Handwerks, die ihre Kunden und Mitglieder mit mehr Kompetenz in Sachen Energieeinkauf und Controlling informieren wollen, seien gut beraten, so Hegmans, sich für das neue Programm zu entscheiden. Die Besonderheit bestehe darin, dass das notwendige Fachwissen mit Hilfe der Software "eddi 01" in den Seminaren vermittelt wird und die Seminarteilnehmer mit der Anmeldung zum Seminar gleichzeitig eine komplette Version dieser Spezial-Software "eddi 01" erwerben, die bereits mit den Daten der Seminarteilnehmer bestückt ist. Dadurch könne das erworbene Wissen anschließend vertieft und für das eigene Unternehmen nutzbar gemacht werden. Die bisherige Planung sieht vor, die Seminare zunächst in 16 Städten der Bundesrepublik durchzuführen. Das erste findet am 29. August 2001 in Essen statt. Weitere Termine und Informationen unter www.plan-energie.de.

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