Energietag Cottbus

Energiebranche in Brandenburg soll weiter ausgebaut werden

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) will die Energiebranche in Brandenburg weiter ausbauen. Die Energiewirtschaft zähle zu den 16 Wachstumsbranchen, auf die sich Brandenburgs Wirtschaftsförderung künftig konzentrieren werde, sagte er bei der Eröffnung des brandenburgischen Energietages 2005 in Cottbus.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp/sm) - Die zentrale energiepolitische Veranstaltung im Land Brandenburg steht in diesem Jahr unter dem Motto "Aktuelle Anforderungen an die Energieinfrastruktur - Chancen für das Energieland Brandenburg".

Junghanns zufolge ist die Braunkohle in der Lausitz der größte Bodenschatz in ganz Ostdeutschland. Mit einem jährlichen Abbau von mehr als 40 Millionen Tonnen sei Brandenburg das Braunkohle-Förderland Nummer zwei in Deutschland, hob er hervor. Bei der Mineralölverarbeitung stehe Brandenburg dank des Raffineriestandortes Schwedt ebenfalls mit an vorderster Stelle. Auch bei der Nutzung der erneuerbaren Energien nehme Brandenburg einen Spitzenplatz ein, sagte Junghanns. Ihr Anteil am Nettostromverbrauch betrage inzwischen rund 30 Prozent.

Brandenburg setze in seiner Energiepolitik auf einen langfristig tragfähigen Energiemix, sagte der Minister. Mit seiner 2002 verabschiedeten "Energiestrategie 2010" habe sich das Land zum Ziel gesetzt, neben der Sicherung der Braunkohleverstromung in der Lausitz die Nutzung der erneuerbaren Energien weiter auszubauen. In der Energiepolitik gelte es, künftig noch stärker auf Innovation, Netzwerkbildung und Internationalität zu setzen.

In Cottbus sind mehr als 350 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) zum Energietag zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Tagung stünden die zunehmende Dezentralität der Netzeinspeisung und Energieversorgung sowie Anforderungen an zukunftsgerechte Energiekonzepte in Stadtumbaugebieten angesichts des demografischen Wandels.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Braunkohlekraftwerk

    Kohlekraftwerke angeblich für viele Todesfälle verantwortlich

    Deutsche Kohlekraftwerke sind laut einer Studie im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace statistisch für mehr als 3000 vorzeitige gesundheitsbedingte Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Schuld seien Feinstaubpartikel und giftige Abgase aus deren Schornsteinen. Doch diese Daten würden falsch gewichtet, sagten die Betreiber.

  • Strommasten

    Regierung stellt Energieversorgung neu auf

    Netzbetreiber müssen künftig haften, wenn Windanlagen auf hoher See nicht rechtzeitig an das Stromnetz angeschlossen werden können. Am Donnerstag beschloss der Bundestag Neuregelungen zum Ausbau von Offshore-Windanlagen. Zudem wurde beschlossen, dass "systemrelevante" Kraftwerke nicht einfach stillgelegt werden können.

  • Strompreise

    Spannend: Energie für die Zukunft

    Der Financial Times Deutschland-Redakteur Olaf Preuß hat ein ambitioniertes Buch darüber geschrieben, dass Deutschland einen Strukturwandel in der Energiewirtschaft - weg von Importabhängigkeit und hin zu mehr Energieeffizienz und erneuerbaren Energien - dringend vorantreiben muss. Und er begründet das auch sehr plausibel.

  • Stromtarife

    dena: Klimaschutz gibt es nicht umsonst

    Ist der Emissionshandel an den hohen Strompreisen schuld? Diese Frage diskutierten in dieser Woche Vertreter aus Energiewirtschaft, Industrie und Wissenschaft im Rahmen eines Expertengesprächs, zu dem die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) eingeladen hatte. Hierbei wurden die verschiedenen Effekte des Emissionshandels deutlich.

  • Stromnetz Ausbau

    Merkel plant bei Wahlsieg "Energiegipfel"

    Gewinnt die CDU die Bundestagswahl am kommenden Sonntag, wird das Thema Energie im Anschluss "unmittelbar" behandelt. Das kündigte Kanzlerkandidatin Angela Merkel heute in Berlin an. Sie hat die Vorbereitung eines Energiegipfels beauftragt, zu dem alle Beteiligten "breit" eingeladen werden sollen.

Top