Premiere

Energiebörse EEX schüttet erstmals Dividende aus

Die Europäische Energiebörse EEX schüttet für das Geschäftsjahr 2009 erstmals eine Dividende aus. Die Anteilseigner bekommen insgesamt sechs Millionen Euro, wie EEX-Chef Hans-Bernd Menzel am Mittwoch in Leipzig sagte. Ein neuer Schwerpunkt soll künftig auf dem Engpass-Management liegen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/red) - Dies sei möglich geworden, nachdem die EEX ihre Verlustvorträge aus den vergangenen Jahren jetzt vollständig abgebaut habe. Einer der Hauptprofiteure der Dividende ist die Landesbank Baden Württemberg (LBBW), die einen Anteil von 22,96 Prozent an der EEX hält. Der Freistaat Sachsen bekommt bei einem Anteil von 4,51 Prozent rund 270.000 Euro. Für das laufende Jahr stellt die Börse eine Dividende in ähnlicher Höhe in Aussicht.

Die Umsatzerlöse der EEX blieben 2009 mit knapp 35 Millionen Euro in etwa stabil, das Jahresergebnis ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sank von 8,88 Millionen Euro auf 5,28 Millionen. In der Bilanz ausgewiesen werden durfte jedoch eine Summe von 7,2 Millionen Euro.

Hintergrund der gesunkenen Gewinne sind Umstrukturierungen im vergangenen Jahr, wie Unternehmenschef Menzel erklärte. So sei das Personal um rund ein Drittel auf jetzt knapp 90 Mitarbeiter aufgestockt worden, auch die Integration der zahlreichen Tochterfirmen habe Geld gekostet. Dadurch fühle man sich jetzt aber besser für den Markt gerüstet.

Die EEX will laut Menzel ihr Geschäft in den nächsten Jahren ausbauen. Neben Gas und CO2-Zertifikaten solle der Expansionsschwerpunkt auf dem Handel mit Transport- und Speicherkapazitäten bei Strom, Gas und Kohle liegen. "Engpass-Management ist ein großes Thema", machte Menzel die Strategie deutlich. Dafür müssten jedoch erst einmal handelbare Produkte geschaffen werden. Bis 2015 solle das Konzept aber verwirklicht sein.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Vattenfall

    Tschechische EPH-Gruppe übernimmt Vattenfall-Braunkohle

    Das Braunkohle-Geschäft von Vattenfall geht an die tschechische Firmengruppe EPH. Die Tschechen erhalten dabei Gelder für die Rekultivierung in der Lausitz. Rund 8.000 Menschen arbeiten dort derzeit bei Vattenfall. Bis 2020 soll es keine betrieblichen Entlassungen geben.

  • Ende-Mit-Kernenergie

    Energiewende fordert ihren Tribut: RWE und Eon kämpfen

    Die Energiewende ist fünf Jahre nach der Atomkatastrophe voll im Gange. Auf der einen Seite sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch und bringen neue Jobs. Auf der anderen Seite ist mit fossilen Kraftwerken kaum noch Geld zu machen – die großen Energiekonzerne leiden.

  • Hochspannungsmasten

    Spot- und Terminmärkte für Strom zusammengelegt

    Die in Leipzig ansässige Europäische Energiebörse EEX und die französische Powernext SA haben 2009 ihre Spot- und Terminmärkte für Strom zusammengelegt. Am Spotmarkt für Erdgas überstieg das monatliche Volumen erstmals die Marke von einer Million MWh. Am Montag war der Within-Day-Gashandel gestartet worden.

  • Strom sparen

    Leipziger Strombörse hat Within-Day-Gashandel gestartet

    Die European Energy Exchange startete wie geplant am Montag den Handel des Within-Day-Produkts am Spotmarkt für Erdgas. Am ersten Handelstag zeigte sich die EEX mit dem Handelsvolumen zufrieden; 13 Unternehmen beteiligten sich.

  • Stromtarife

    Strombörse EEX teilt Handelsergebnisse für Januar mit

    Am Donnerstag hat die European Energy Exchange (EEX) ihre im Januar erzielten Handelsergebnisse für Erdgas und CO2-Emissionsrechte kommuniziert. Weiterhin nannte die EEX aktuelle Zahlen für die deutsch-französischen Tochterunternehmen EPEX Spot SE und EEX Power Derivatives.

Top