Energiespar-Tipps

Energieagentur NRW zu sparsamen Haushaltsgeräten und Erdgas-Autos

Die Energieagentur NRW hat ihr Informationsangebot zu "Besonders sparsamen Haushaltsgeräten 2005/2006" aktualisiert und stellt es kostenlos als Entscheidungshilfe zur Verfügung. Ausserdem wirbt sie für den Einsatz von Erdgas-betriebenen Autos.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Energieexperten haben eine Sammlung besonders sparsamer, handelsüblicher Modelle zusammengestellt, die jetzt im Internet unter www.ea-nrw.de oder in gedruckter Form abrufbar sind. Rund 2.000 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 500 Waschmaschinen, 540 Spülmaschinen und 200 Wäschetrockner werden derzeit in Deutschland im Handel angeboten. Ähnlich wie auf dem Automobilmarkt, wo der Kraftstoffverbrauch inzwischen zum harten Kaufkriterium geworden ist, sollten Verbraucher auch bei der so genannten "weißen Ware" auf den Energieeffizienz bei Strom und Wasser achten. Denn gerade langlebige Geräte, die teils über Jahrzehnte im Einsatz sind, stellen die Weichen für die Energiekosten eines Privathaushaltes. Bei Waschmaschinen beispielsweise könne ein hoher Wasserverbrauch unnötige Mehrkosten von über 230 Euro verursachen, Kühlschränke unterscheiden sich über die Jahre in den Verbrauchskosten um bis zu 400 Euro.

Nur bedingt aussagekräftig sind die sogenannten Energieeffizienzklassen von A bis G, denn die Skala ist "bei vielen Bauarten völlig überholt.", heißt es in der Publikation. Deshalb liefert "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2005/2006" neben den Modell-Listen auch kurze Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Kriterien, die es bei den verschiedenen Geräten zu beachten gilt.

Ausserdem weist die Energieagentur darauf hin, dass der Einsatz von Erdgas-Fahrzeugen für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen eine wirtschaftlich interessante Alternative darstellen kann. Denn: wer heute Erdgas tanke, zahle Preise, wie sie für Benzin vor 25 Jahren üblich waren!

Während die Preise für Benzin und Diesel einen immer größeren Kostenfaktor darstellten, sei der Mineralölsteuersatz für Erdgas als Kraftstoff bis 2020 per Gesetz reduziert. Die Agentur rechnet vor: Umgerechnet betrage der Steuersatz auf Erdgas nur etwa ein Sechstel des Satzes auf Benzin und etwa ein Viertel des Satzes auf Diesel.

Das wirke sich auf den Kraftstoffpreis aus: Ein Kilogramm Erdgas koste heute im Schnitt 80 Cent. Der Energiegehalt von 1 kg Erdgas entspricht in etwa 1,5 Litern Benzin, so dass sich für H-Gas umgerechnet ein "Literpreis" von 0,53 EUR ergibt - während der Liter Super gegenwärtig etwa 1,29 EUR kostet. Mit anderen Worten: Wer heute Erdgas tankt, zahlt Preise, wie sie für Benzin vor 25 Jahren üblich waren. Um die Kostenvorteile des Kraftstoffs Erdgas deutlich zu machen, vergleicht die Energieagentur die Kraftstoffkosten für eine Fahrstrecke von 100 Kilometern miteinander, die mit dem Opel Zafira - bei vergleichbaren Motorisierungen - mit Erdgas, Diesel und Super zurückgelegt wird: Im Erdgasbetrieb koste diese Strecke knapp 4,00 Euro, mit dem Diesel rund 7,20 Euro und mit dem Benziner fast 9,70 Euro. Der Fahrer des Erdgasfahrzeugs hat um fast zwei Drittel (60 Prozent) geringere Kraftstoffkosten als der Fahrer des vergleichbaren Benzin-Modells, gegenüber dem Dieselfahrzeug beträgt die Einsparung fast die Hälfte (45 Prozent).

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