Indikatoren sind gefragt

Energieagentur NRW koordiniert Projekt zur nachhaltigen Entwicklung

Heute startete das Pilotprojekt "Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung in NRW". Ein zugehöriges Internetportal liefert den teilnehmenden Kommunen Tipps und Tricks bei der Erhebung der Daten sowie der Erschließung von Datenquellen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Startschuss ist gefallen: Heute hat die zweijährige Pilotphase des Projektes "Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung in NRW" begonnen. Herzstück des Projektes ist ein Internet-Portal (www.indikatoren-nrw.de) mit einer Übersicht über die Indikatoren sowie der Möglichkeit für die teilnehmenden Kommunen und Kreise, dort ihre erhobenen Daten zu verwalten. Insgesamt 17 Kommunen und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligen sich derzeit an der Pilotphase. Das Projekt wird von der Energieagentur NRW im Auftrag des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr NRW organisiert und koordiniert.

Die Energieagentur NRW will den Kommunen und Kreisen in NRW, die sich eine nachhaltige Stadtentwicklung im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben, Hilfestellung leisten. Das neue Internet-Portal bietet den Kommunen und Kreisen Tipps und Tricks bei der Erhebung der Daten sowie der Erschließung von Datenquellen. Es kann zusätzlich als Diskussionsforum genutzt werden. Zudem steht das Forum allen weiteren Interessenten offen, sich über den Einsatz und die Entwicklung der 30 Indikatoren zu informieren.

Mit der Konferenz von Rio 1992 wurde "Nachhaltigkeit" als Prinzip der globalen und lokalen Entwicklung eingeführt. In der Agenda 21 wurden seinerzeit ausdrücklich auch Kommunen zur Nachhaltigkeit aufgefordert. Mittlerweile ist sie die Basis für Planung und Umsetzung ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklung. "Nachhaltigkeit wächst über kurz oder lang zu einem wichtigen Standortfaktor. Sie steigert die Attraktivität der Kommunen für Unternehmen und Einwohner," erklärt Markus Feldmann, zuständiger Projektleiter bei der Energieagentur NRW. Indikatoren seien ein geeignetes Instrument, Nachhaltigkeit zu messen und zu steuern.

"Das Land Nordrhein-Westfalen erfüllt mit dem Projekt den Wunsch der Kommunen und Kreise nach Hilfe bei einer nachhaltigen Entwicklung", so Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Mit Hilfe der Basisindikatoren soll der Stand der eigenen Nachhaltigkeit erfasst werden, um anschließend Handlungsmöglichkeiten ableiten zu können. Die Indikatoren wurden in den vergangenen zwei Jahren von einem Expertenkreis des Landes entwickelt. Während der Pilotphase werden die Indikatoren von den Kommunen und Kreisen angewendet, überprüft und weiterentwickelt. An der Phase nehmen derzeit die Städte Arnsberg, Bielefeld, Dorsten, Gütersloh, Gelsenkrichen, Herdecke, Lemgo, Lippstadt, Löhne, Minden, Oer-Erkenschwick, Schwelm, Sendenhorst und Siegen, die Gemeinde Ladbergen sowie die Kreise Düren und Mettmann teil. Nach der zweijährigen Phase soll das Indikatorenset allen Gemeinden Nordrhein-Westfalens zur Verfügung stehen.

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