Energieagentur NRW: "Gebäude-Check Energie"

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Wer ärgert sich nicht, wenn der Sommer wieder mal so kühl ist, dass er schon jetzt den Ofen anmachen muss. Dann dauert die Heizperiode statt durchschnittlich neun auf einmal zehn Monate. Der Ärger über das Wetter mischt sich nicht selten mit der höheren Heizkostenabrechnung: Machtlos ist der Verbraucher natürlich gegenüber den gestiegenen Preisen für Erdöl und Erdgas, bei der energetischen Sanierung seines Gebäudes allerdings könne er einiges tun - wenn er weiß was, so die Energieagentur NRW.


Die wesentlichen Informationen über den energetischen Zustand des eigenen Wohngebäudes erhalten alle Hausbesitzer von Gebäuden, die vor dem Jahr 1980 errichtet und bisher nicht wärmetechnisch saniert wurden, durch den so genannten "Gebäude-Check Energie". Diese Beratungsinitiative führt das nordrhein-westfälische Bauministerium zusammen mit der Energieagentur NRW bereits seit über zwei Jahren erfolgreich durch. Durch den Austausch veralteter Heiztechnik und Warmwasserbereitung, den Einbau bzw. die richtige Einstellung von Regelungssystemen sowie durch die Verbesserung der Wärmedämmung könnten Energiekosten erheblich gesenkt werden. In der Vergangenheit hätten sich nahezu 10 000 Gebäudebesitzer beraten lassen. Etwa die Hälfte hat die im Gebäude-Check vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt, ein weiteres Drittel plant derzeit konkrete Umsetzungen.


Über 1600 von der Energieagentur NRW im Rahmen des REN Impuls-Programms "Bau und Energie" ausgebildete und zertifizierte Handwerksmeister - zu erkennen an einem entsprechenden Ausweis - nehmen einen Gebäude-Check nach einer von der Energieagentur NRW entwickelten Checkliste vor. Der Gebäudeeigentümer zahlt hierfür lediglich einen Betrag von 50 Mark. Von den Gesamtkosten für eine Gebäude-Check von 150 Mark trägt das Bauministerium 100 Mark aus den Fördermitteln des REN-Programms. Der Gebäude-Check dauert ungefähr eine Stunde und macht energetische Schwachstellen in Wohngebäuden ausfindig. Neben den Gebäudedaten werden Verbrauchsdaten erhoben, der Zustand von Heizung, Regelung, Pumpen und Verteilleitungen, der Warmwasserbereitung sowie der Dämmung von Wänden, Dach, Boden und Fenstern systematisch geprüft und bewertet. Auf dieser Basis erstellt der "Gebäude-Checker" einen Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen zu sinnvollen Energiesparmaßnahmen, ihren Kosten und ihren Einspareffekten. Sollte ein Sanierungsbedarf festgestellt werden, können neben anderen Fördergeldern Mittel aus dem Energiesparprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen in Anspruch genommen werden: 40 Prozent der Investitionssumme werden für zehn Jahre als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt.


Detaillierte Angaben können den Broschüren "Gebäude-Check" und "Energiesparprogramm NRW" entnommen werden. Weitere Informationen bei der Infoline unter 01805-335226.

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