Wirtschaft erholt sich

Energieagentur erwartet höhere Ölnachfrage in OECD-Ländern

Die Nachfrage nach Rohöl in den Industriestaaten wird dieses und kommendes Jahr höher liegen als zuletzt von der Internationalen Energieagentur (IEA) angenommen. Die wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten und in China und damit auch der dortige Ölverbrauch seien stärker als gedacht, hieß es im monatlichen Ölmarktbericht der IEA am Donnerstag.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Über das Jahr gesehen werde die Nachfrage in den Industriestaaten deshalb voraussichtlich nur um 2,2 Prozent im Vergleich zu vergangenem Jahr zurückgehen und nicht um 2,7 Prozent, wie im letzten Monatsbericht veranschlagt.

Dieses Jahr erreiche die weltweite Nachfrage voraussichtlich 84,4 Millionen Fass (ein Barrel entspricht 159 Liter) täglich, nächstes Jahr 85,7 Millionen Barrel, erklärte die IEA. Dies entspreche einem Plus von einer halben Million Fass am Tag im Vergleich zum letzten Bericht.

Die in Paris ansässige IEA vertritt die Energieinteressen der OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umfasst vor allem große Volkswirtschaften in Europa, darunter auch Deutschland. Daneben gehören zu der Organisation auch Japan, Südkorea, die USA, Mexiko und Kanada.

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