Im Jahr 2013

Energieagentur befürchtet Öl-Engpass

Die momentane Lage auf den Weltölmärkten löst unter Branchenexperten keine Begeisterung aus, obwohl sich u.a. die Verbraucher über sinkende Preise freuen. Aber schon 2013 könnte aus laut IEA eine neue Krise geben, weil die großen Ölkonzerne derzeit nicht in neue Förderprojekte investieren.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (sm) - Die Internationale Energieagentur (IEA) befürchtet eine neue Weltwirtschaftkrise wegen mangelnder Ölvorräte und den daraus resultierenden Folgen. Schon 2013 könne es laut IEA-Direktor Nobuo Tanaka eine neue Krise geben, deren Ausmaß die gegenwärtige übertreffen könnte.

Hintergrund: Momentan investieren große Ölkonzerne nicht in neue Förderprojekte. Sollte die Nachfrage jedoch wieder anziehen, käme es zu einem Versorgungsengpass, befürchtet Tanaka. Er und andere Experten erwarten eine Steigerung der Öl-Nachfrage ab 2010.

Gibt es einen Engpass, explodiert der Ölpreis. Das wiederum führt zu einer Inflation und damit einer Gefährdung des Weltwirtschaftswachstums. Laut Tanaka besteht die Gefahr, dass sich die Lage bis 2013 zuspitzt, weil weltweit die Ölförderkapazitäten sinken und die Reservevorräte bis dahin stark schrumpfen. Dann könnte der Ölpreis den bisherigen Höchststand vom Sommer 2008 noch übertreffen und bis zu 200 Dollar pro Barrel erreichen.

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