Index

Energie um fast 11 Prozent teurer als im Vorjahr

Obwohl sich der Anstieg der Erzeugerpreise, die gemeinhin auch auf die Verbraucherpreise durchschlagen, abgeschwächt hat, sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr doch deutlich höher: Um 10,7 Prozent sind die Energiepreise gestiegen, wie die Statistiker aus Wiesbaden am Dienstag vermeldeten.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (dapd/red) - Der Preisdruck auf der Erzeugerebene hat im August allerdings überraschend nachgelassen. Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag um 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten eine Jahresteuerung von 6 Prozent prognostiziert, nachdem im Juli eine Rate von 5,8 Prozent verzeichnet worden war.

Nur Metallpreise teils noch deutlicher gestiegen

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent, der erste Rückgang auf Monatssicht seit Dezember 2009. Die deutlichste Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die Statistiker bei Nichteisenmetallen und deren Halbzeug, die 12,2 Prozent mehr kosteten. Energie war 10,7 Prozent teurer.

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