Helligkeit mit wenig Watt

Energie sparen in der Wohnung

Nach Angaben der Fördergemeinschaft Gutes Licht (FGL) verbrauchen Qualitäts-Energiesparlampen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Ihre Lebensdauer erreicht bis zu 15 000 Stunden. Aus diesem Grund sind sie in puncto effektive Beleuchtung eine gute Alternative.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die steigenden Energiepreise sind für immer mehr Menschen Anlass, über Einsparmöglichkeiten nachzudenken. Auch von der Politik werden die Verbraucher gemahnt, Energie effizienter zu nutzen. So sagte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) vor wenigen Tagen auf einer Konferenz der Initiative Energieeffizienz, allein für Standby-Verluste und andere Leerlauf-Stromverluste in den Haushalten und Büros müssten in Deutschland ständig mehrere Großkraftwerke laufen. Angesichts der internationalen Preiserhöhungstendenzen für Energie sei es daher unverzichtbar, alle bestehenden Potenziale zur Energieeinsparung zu nutzen.

Alternative: Energiesparlampen

So ist in den eigenen vier Wänden die gute alte "Glühbirne" längst nicht mehr die beste Beleuchtungslösung. Energiesparlampen (ESP) sind die weitaus energieeffizientere Alternative und lassen sich auch mit den meisten Gestaltungswünschen vereinbaren. Sie werden heute nicht nur in Küche, Bad und Flur eingesetzt: Ihre glühlampenähnliche, warme Lichtfarbe macht die Energiesparer für jeden Wohnbereich interessant. Bei einigen Typen kann unter zwei weiteren Lichtfarben gewählt werden. Groß ist die Auswahl auch in punkto Leistungsstufen, Größe und Formen.

Nach Angaben der Fördergemeinschaft Gutes Licht (FGL) verbrauchen Qualitäts-Energiesparlampen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Ihre Lebensdauer erreicht bis zu 15 000 Stunden. Die Glühlampe erzeugt dagegen mehr Wärme als Licht und hat mit maximal 1000 Betriebsstunden eine kurze Lebensdauer.

Energiesparlampen sind Leuchtstofflampen. Sie erzeugen Licht, indem eine elektrische Entladung ionisiertes Gas oder Metalldampf in Bewegung bringt. Die Lampen strahlen dann direkt ab oder erzeugen ultraviolette Strahlung, die von Leuchtstoffen auf der Innenseite des Glaskolbens in Licht umgewandelt wird. Wegen der Entladung brauchen die Lampen zum Start und Betrieb ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG). Dieses garantiert flackerfreien Sofortstart, flimmerfreien Betrieb und hohe Schaltfestigkeit. EVG sind außerdem der Garant für die lange Lebensdauer.

Auch häufiges Ein- und Ausschalten kann den neuen Lichtquellen heute nichts mehr anhaben. Sie sind inzwischen weit gehend schaltfest und damit auch für Treppenhäuser und andere Anwendungen mit Abschaltautomatik und Bewegungsmeldern geeignet. Energiesparlampen arbeiten zudem bis minus zehn Grad problemlos.

Die Fördergemeinschaft Gutes Licht hat auch noch einen Tipp für die Beleuchtungsdauer in Treppenhäusern parat: Die Lampen - ausgenommen Hochhäuser - sollten so lange eingeschaltet bleiben, bis auch der langsamste Mieter aus dem obersten Stockwerk den Weg zwischen Wohnung und Haustür bei Licht bewältigt. Wer seinen Vermieter oder die Miteigentümer von langen Licht-Intervallen überzeugen muss, kann sich auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz beziehen. Danach verletzt der Hauseigentümer die Verkehrssicherungspflicht, wenn Bewohner und Besucher bei durchschnittlicher Gehgeschwindigkeit nicht mindestens zwei Geschosse überwinden können, ohne erneut den Lichtschalter zu betätigen (AZ: 5 U 324/95).

Von Michael Wojtek

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