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Energie SaarLorLux: Diskussion zum Thema Regulierungsbehörde

Auf Einladung der Energie SaarLorLux trafen sich der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi, Dr. Manfred Rebentisch vom Verband der Elektrizitätswirtschaft e. V. (VDEW) sowie der Vorstandsvorsitzende der Energie SaarLorLux, Frank Weinmann, zu einem informativen Gespräch zur geplanten Regulierungsbehörde für den Energiemarkt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Saarbrücker Energiedienstleister Energie SaarLorLux veranstaltete kürzlich eine Informationsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema "Die Regulierung des deutschen Energiemarktes". Der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi, Dr. Manfred Rebentisch vom Verband der Elektrizitätswirtschaft e. V. (VDEW) sowie der Vorstandsvorsitzende der Energie SaarLorLux, Frank Weinmann, äußerten sich zu den anstehenden Herausforderungen an die Politik und den daraus resultierenden Chancen für die Verbraucher.

Der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi ging in seinem Vortrag "Neueste Entwicklung in der Diskussion um die Energieregulierungsbehörde – Das Ende der Selbstregulierung?!" auf die momentane Rechtslage und die Netzzugangsverordnungen ein. Zudem präsentierte er auf der Basis des aktuellen "Positionspapiers des saarländischen Wirtschaftsministeriums zur Regulierung des Netzzugangs bei Strom und Gas" seine Vorstellungen zur Organisation und zu den Aufgaben der künftigen Regulierungsbehörde. Als Fazit stellte Dr. Georgi fest: "Die Einrichtung einer Regulierungsbehörde in Deutschland ist keine Frage des ob, sondern des wie. Daher wird die Bund-Länder-Arbeitsgruppe alles tun, um am 1. Juli 2004 eine Lösung für die Regulierungsbehörde stehen zu haben."

Der Bereichsleiter für Recht und Umwelt des VDEW, Dr. Manfred Rebentisch, vertrat die Position seines Verbandes in dem Beitrag "Braucht der Energiemarkt eine Regulierungsbehörde?". Er beschrieb die Ausgangslage aus Sicht des VDEW und stellte ein Modell der Energiewirtschaft zu Regulierung und Regulierer vor. Dr. Rebentisch fasste zusammen: "Der Übergang von der Selbstregulierung zur staatlichen Regelung bedeutet kein Systemwechsel. Es kommt entschieden auf die inhaltliche Regelung an. Dazu muss auch für eine angemessene Kapitalfinanzierung Sorge getragen werden, weil sie die Voraussetzung für die erforderliche Reinvestition und Versorgungssicherheit sind."

Der Vorstandsvorsitzende der Energie SaarLorLux, Frank Weinmann, der die Veranstaltung eröffnete und in die Thematik einführte, freute sich über die gelungene Veranstaltung: "Energie SaarLorLux wollte mit diesem Informationsforum eine Möglichkeit zur offenen und kontroversen Diskussion zum Thema Regulierungsbehörde schaffen. Dies ist uns gelungen. Als regionaler Energiedienstleister möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, die spezifischen Probleme von Energieunternehmen und Verbrauchern in Deutschland aufzuzeigen."

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