Jahresabschluss

Energie AG Iserlohn-Menden: Bilanzverlust durch unerwartetes Wachstum

Was für viele Unternehmen ein Grund zur Freude ist, sorgt bei der nordrhein-westfälischen Energie AG Iserlohn-Menden für tiefrote Zahlen im Jahresabschluss 2003: Kundenzuwachs. Das "unerwartet starke und im Ergebnis unkontrollierte Wachstum" führte zu einem Fehlbetrag von 4,4 Millionen Euro.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Iserlohn-Menden (red) - Wie im Vorfeld bereits spekuliert wurde, schreibt der nordrhein-westfälische Stromversorger Energie AG Iserlohn-Menden für das Geschäftsjahr 2003 kräftig rote Zahlen. Zu Beginn der Woche stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2003 offiziell fest.

Die Stromabgabe an Endkunden in fremden Netzgebieten wurde mit 927,5 Millionen Kilowattstunden um 580,6 Millionen Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Bei den Sondervertragskunden stieg die Abgabe um 512,2 Millionen auf 772,4 Millionen Kilowattstunden. Insgesamt könne ein Umsatzplus von 40,1 Millionen Euro auf 65,1 Millionen Euro verzeichnet werden, teilte der Aufsichtsrat mit.

Das unerwartet starke und im Ergebnis unkontrollierte Wachstum sei jedoch zugleich Ursache für einen Fehlbetrag von 4,419 Millionen Euro und somit einen ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von 2,753 Millionen Euro, erklärt das Unternehmen die tiefroten Zahlen, die bereits vor ihrer Veröffentlichung für Gerüchte und Unruhe sorgten. Dadurch mussten über die ursprünglichen Planungen hinaus kurzfristig Strommengen unter denkbar ungünstigen Marktbedingungen eingekauft werden.

Wie die Energie AG bereits vor einigen Wochen bekannt gab, werden die Strompreise zum 1. Januar 2004 erhöht. Details dazu finden Sie hier.

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