EnBW zu Castortransporten: "Streit um eine entschiedene Sache ist Unsinn"

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"Natürlich transportieren wir nicht, wenn wir nicht transportieren müssen. Die Frage ist ja nur, ob wir zum Weiterbetrieb transportieren müssen." Mit diesen Worten kommentierte der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gerhard Goll, am Donnerstag die öffentliche Diskussion um die Notwendigkeit eines Castortransportes aus dem Kernkraftwerk Neckarwestheim (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier).


"Die Frage, ob wir zum Weiterbetrieb transportieren müssen, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Es wird eine öffentliche Diskussion zur Unzeit geführt. Das wird zwar immer mehr Mode, hat aber noch nie etwas gebracht", so Goll in einer Pressemitteilung. "Ich könnte mir viele andere Themen denken, über die es sich lohnen würde, eine Sachdiskussion im beginnenden Landtagswahlkampf zu führen, Fragen in denen man so oder so entscheiden kann. Unsere Frage ist entschieden mit den Vereinbarungen mit der Bundesregierung: 1. Es darf zu keiner Verstopfung kommen, das heißt der ungestörte Betrieb der Anlagen hat oberste Priorität. 2. In der Entsorgungsfrage entsteht durch die Zwischenlagerung vor Ort eine Priorität gegenüber dem Transport in zentrale Zwischenlager. 3. Der Abtransport findet statt, wenn die Zwischenlagerung nicht gesichert ist und zur vereinbarten Erfüllung noch bestehender Wiederaufarbeitungsverträge."

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