"Willi" wütet

EnBW zieht erste Bilanz des Wochenend-Unwetters

Mehrere hunderttausend Mark Sturmschäden - und rund 110.000 Netzkunden waren zeitweise ohne Strom.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Sturmtief "Willi" hat im Netzgebiet der EnBW Energie Baden-Württemberg AG am vergangenen Wochenende Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Mark angerichtet. Eine erste Unwetterbilanz der Netzbetreibergesellschaft EnBW Regional AG ergab: Zeitweise waren in der Nacht zum Samstag (7. Juli) rund 110.000 Haushalte ohne Strom. Die meisten Versorgungsunterbrechungen konnten innerhalb von wenigen Stunden beseitigt werden, spätestens am Sonntagmorgen waren auch die letzten Störungen behoben.

Der Schwerpunkt der Schäden in den Verteil- und Ortsnetzen lag entlang der Rheinschiene und in weiten Teilen des Schwarzwalds. Dort wurden durch umstürzende Bäume oder herumfliegende Gegenstände Freileitungen und Strommasten beschädigt, zusammenschlagende Leiterseile verursachten zahlreiche Kurzschlüsse. Am stärksten betroffen war das EnBW Regionalzentrum Nordbaden mit Sitz in Ettlingen, in dessen Netzgebiet allein über 200 Störungen registriert wurden und rund 75.000 Netzkunden zum Teil längere Stromausfälle hinzunehmen hatten. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden die Regionalzentren Rheinhausen und Schwarzwald-Neckar, in geringerem Umfang auch Heuberg-Bodensee und Neckar-Franken.

Die Störungsursachen konnten von den Reparaturtrupps der EnBW Regional AG schnell lokalisiert und beseitigt werden. Da einige Schadstellen zunächst provisorisch "geflickt", in anderen Fällen die Versorgungslücke durch Notstromaggregate überbrückt wurden, wird sich die endgültige Schadensbehebung dort noch mehrere Tage hinziehen. Dabei kann es vereinzelt noch zu kurzen reparaturbedingten Stromabschaltungen kommen.

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