Bilanz

EnBW will weiter mit Partnerschaften wachsen / Bilanz für 2001 positiv

Großer Bahnhof in Karlsruhe: Die EnBW präsentierte ihre Bilanzzahlen für 2001 und gab gleichzeitig einen Ausblick auf die Strategien der Zukunft. Zufrieden zeigte sich EnBW-Chef Goll insbesondere mit der Geschäftstätigkeit von Yello.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG sieht ihren Erfolg auch künftig in Kundennähe und Wachstum in Partnerschaften: "Der Erfolg unserer Strategie einer aktiven und frühzeitigen Mitgestaltung der Energiemärkte in Deutschland und Europa bestärkt uns, diesen Weg konsequent fortzusetzen", fasste der EnBW Vorstandsvorsitzende Gerhard Goll heute auf der Bilanzpressekonferenz in Karlsruhe zusammen. Gleichzeitig äußerte Goll die Erwartung, dass die Hemmnisse bei der bislang nur unbefriedigend funktionierenden Stromdurchleitung in Deutschland noch in diesem Jahr beseitigt werden.

Als Beispiele für das bereits geknüpfte und weiter wachsende EnBW Netzwerk von Energie-Partnerschaften und Beteiligungen nannte der EnBW Vorstandsvorsitzende die Übernahme der Mehrheit an der Neckarwerke Stuttgart AG, das "Energie-Team Baden-Württemberg", die Beteiligung an der Stadtwerke Düsseldorf AG und die Bildung der gemeinsamen Tochter ENRW GmbH für die Erschließung der Märkte in ganz Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Benelux-Gebieten. Hohe Priorität in der EnBW Strategie habe in diesem Jahr die Erweiterung des Energienetzwerks im Bereich Gas: Die bereits vertraglich vereinbarte Partnerschaft mit der italienischen ENI, dem größten Gasunternehmen Europas, biete - so Goll - "der EnBW die Chance, so wie vor vier Jahren im geöffneten deutschen Strommarkt, nun auch im sich eher zäh entwickelnden Gasmarkt eine wichtige Rolle im Wettbewerb zu übernehmen." Als "partnerschaftlich und gegenseitig befruchtend" beschrieb Gerhard Goll die Erfahrungen des ersten Jahres mit dem neuen EnBW Aktionär Electricité de France (EdF).

Zufrieden äußerte sich Gerhard Goll zum Geschäftsverlauf der EnBW im Jahr 2001. Mit inzwischen mehr als 700 000 Kunden habe die Tochter Yello über die Hälfte der überhaupt den Stromlieferanten wechselnden Haushalte überzeugen können. Der Umsatz (ohne Stromsteuer) der EnBW Gruppe wuchs demnach um 34,9 Prozent auf 7861 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 51,5 Prozent auf 271,9 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 22,8 Prozent auf 306,5 Millionen Euro. Im Kerngeschäftsfeld Strom hat die EnBW auch 2001 in allen Kundenbereichen zugelegt. Insgesamt wuchs der Stromumsatz (nach Abzug der Stromsteuer) um 1072 Millionen Euro oder 25,6 Prozent auf 5257 Millionen. Mengenmäßig wuchs der Stromabsatz der EnBW Gruppe 2001 um 19,4 Terawattstunden - oder 24,9 Prozent - von 77,9 Terawattstunden auf 97,3 Terawattstunden. Die Dividende wird für das Geschäftsjahr 2001 bei entsprechendem Beschluss von 0,46 auf 0,66 Euro je Aktie erhöht.

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