900 Millionen Euro

EnBW verkauft Beteiligungsholding Geso nach Dresden

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG verkauft ihre sächsische Beteiligungsholding Geso an die Technischen Werke Dresden (TWD). Der Verkauf ist eine Auflage des Kartellamts gewesen für den Fall, dass EnBW bei der Leipziger Verbundnetz Gas AG einsteigt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main/Dresden (ddp/red) - Der Kaufvertrag sei am Donnerstag unterzeichnet worden, bestätigte ein EnBW-Sprecher am Freitagabend der Nachrichtenagentur Dow Jones. Der Verkauf stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Dresdner Stadtrates und der Kommunalaufsicht.

Der Geso-Käufer TWD ist eine 100-prozentige Tochter der Landeshauptstadt Dresden. EnBW hatte TWD Anfang Januar als präferierten Bieter ausgewählt. Der Stadtrat soll dem Verkauf am 18. März zustimmen. Der Kaufpreis für die Geso beläuft sich Branchenkreisen zufolge auf rund 900 Millionen Euro.

Das Bundeskartellamt hatte den Verkauf von Geso zur Auflage gemacht, wenn EnBW bei dem Leipziger Gasimporteur VNG Verbundnetz Gas AG einsteigen will.

Der Karlsruher Energiekonzern hatte im Mai vergangenen Jahres angekündigt, das vom Oldenburger Energieversorger EWE gehaltene und zum Verkauf gestellte Paket an VNG von 47,89 Prozent übernehmen zu wollen. EnBW hält 100 Prozent an der Beteiligungsgesellschaft Geso, die Anteile an verschiedenen regionalen Versorgern rund um die sächsische Landeshauptstadt hat.

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