Hoher Wirkungsgrad und geringe Emissionen

EnBW verfolgt integrierte Brennstoffzellen-Strategie

Ein wesentlicher Vorteil der Brennstoffzelle ist, dass ihr elektrischer Wirkungsgrad schon bei kleinen Anlagen vergleichsweise hoch ist und am Ort der Energieumwandlung deutlich geringere Schadstoffemissionen frei gesetzt werden als bei herkömmlichen Techniken. Aus diesem Grund fördert die EnBW die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Technologie.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Bereits seit dem Jahr 2000 verfolgt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG eine integrierte Strategie zur Förderung der zukunftsträchtigen Brennstoffzellentechnologie mit dem Ziel, in absehbarer Zeit eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösung für die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung anzubieten. Im Zentrum der von EnBW verfolgten Brennstoffzellen-Strategie steht deshalb, konkrete Betriebserfahrungen mit den unterschiedlichen Brennstoffzellen-Typen im Hinblick auf verschiedene Einsatzmöglichkeiten zu sammeln.

Dabei setzt die EnBW auf Projekte mit Brennstoffzellen verschiedener Leistungsgrößen. Mit einer elektrischen Leistung von 250 Kilowatt und der thermischen Leistung von 180 Kilowatt ist die von einem Unternehmens-Konsortium unter Leitung der EnBW betriebene Schmelzkarbonat- Brennstoffzellenanlage im Michelin Reifenwerk in Karlsruhe eines der größten Projekte. Ein wesentlicher Vorteil der Brennstoffzelle ist, dass ihr elektrischer Wirkungsgrad schon bei kleinen Anlagen vergleichsweise hoch ist und am Ort der Energieumwandlung deutlich geringere Schadstoffemissionen frei gesetzt werden als bei herkömmlichen Techniken", erläutert Prof. Dr. Thomas Hartkopf, Vorstandsmitglied der EnBW. Im Michelin-Reifenwerk erzeugt die installierte Brennstoffzelle neben elektrischem Strom unter anderem 200 Grad Celsius heißen Prozessdampf, der direkt zur Vulkanisation von Lkw-Reifen verwendet wird.

"Die hohe Effizienz der Anlagen, die Möglichkeit der lokalen Nutzung von Abwärme und die Tatsache, dass Brennstoffzellen lokal sehr geringe Emissionswerte erzeugen, macht diese Technologie auch für andere Einsatzgebiete und Marktsegmente interessant", erläutert Prof. Dr. Hartkopf. Entsprechend erprobt die EnBW Brennstoffzellen auch im Hinblick auf die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung in größeren Gebäuden, kommunalen Einrichtungen sowie der Hausenergieversorgung. Für Privatkunden bietet die EnBW das Brennstoffzellen-Produktpaket EnBW Cell-Plus an. Im Rahmen dieses Pakets können sich Privatkunden ein Brennstoffzellenheizgerät in ihr Wohnhaus installieren lassen. Die Anlage weist eine elektrische Leistung von maximal einem Kilowatt und eine Wärmeleistung von bis zu 24,5 Kilowatt (inklusive Zusatzheizgerät) und ist damit für die Hausenergieversorgung ideal. Da die Brennstoffzellenheizgeräte Teil einer unverkäuflichen Vorserienanlage sind, werden sie von der EnBW betrieben, fernüberwacht und gewartet.

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