EnBW unterstützt Entwicklung der neuartigen Lithium-Metall-Batterie als Großzelle

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG unterstützt die FORTU BAT Batterien GmbH bei der Fortentwicklung und Markteinführung ihrer neuartigen Lithium-Metall-Batterie. Anlässlich eines Informationstags zum Stand der Entwicklungsarbeiten der sich vor allem durch hohen Energieinhalt und geringes Gewicht auszeichnenden FORTU-Batterie erklärte die EnBW heute in Pfinztal-Berghausen, dem Sitz der FORTU GmbH: "Wir sehen gute Marktchancen für diese Batterie neuen Typs - vor allem bei Anwendungen, bei denen es auf Leistungsfähigkeit, kompakte Maße und geringes Gewicht ankommt."


Ermutigt zu einer optimistischen Einschätzung der Marktchancen der FORTU-Batterie sieht sich die über ihre Tochtergesellschaft EnBW Ingenieure GmbH zu 21 Prozent an dem Unternehmen FORTU GmbH beteiligte EnBW vor allem durch die Fortschritte und guten Ergebnisse der seit 1996 bei FORTU laufenden Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten. Nun soll die bislang nur als Kleinzelle für den Einsatz in Werkzeugen, beispielsweise in Akkuschraubern, entwickelte Batterie auch in Form von Großzellen für weitere Anwendungsbereiche weiterentwickelt werden - etwa für die Energieversorgung von Flurförderfahrzeugen, wie Gabelstaplern, Hebebühnen, Vorfeldfahrzeugen auf Flughäfen sowie Krankenfahrstühlen oder Golf-Caddies, womit beachtliche Stückzahlen erreicht werden könnten. Ein weiteres denkbares Einsatzgebiet ist das Bordnetz von Autos, das aufgrund wachsenden Leistungsbedarfs der elektrischen Verbraucher künftig möglicherweise eine höhere Spannung als die bisherigen 12 Volt benötigen wird.


Aus Sicht der EnBW ist es derzeit völlig offen, ob es zeitnah gelingen wird, Batterien jeden Typs für den Einsatz als Antriebsenergiequelle so zu ertüchtigen, dass ein Einsatz von batteriebetriebenen Elektroautos technisch und wirtschaftlich eine sinnvolle Alternative zu klassischen Antriebsformen wird - zumal die Automobilhersteller inzwischen ihre Hoffnungen und Investitionen eher auf die Brennstoffzellentechnik konzentrieren. Die Entwicklung der FORTU Lithium-Metall-Batterie wurde aus Mitteln der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg gefördert. Nach dem Rückzug des Landes Baden-Württemberg aus der Stiftung wird diese inzwischen ausschließlich von der EnBW und ihrem Partnerunternehmen Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) getragen.

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