Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

EnBW und SOLO erproben Stirling-Blockheizkraftwerke

Gemeinsam mit der SOLO Kleinmotoren GmbH will die EnBW Stirling-Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Gebäudeenergieversorgung erproben. Noch in diesem Jahr werden fünf Stirling-BHKW bei ausgewählten Kommunal- und Gewerbekunden errichtet und in einem Demonstrationsvorhaben längerfristig betrieben.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die SOLO Kleinmotoren GmbH (Sindelfingen-Maichingen) wollen gemeinsam Stirling-Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Gebäudeenergieversorgung testen. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, die Marktreife der von SOLO entwickelten Stirling-Maschine bei Kunden zu prüfen. Dazu werden noch in diesem Jahr fünf Stirling-BHKW bei ausgewählten Kommunal- und Gewerbekunden errichtet und in einem Demonstrationsvorhaben längerfristig betrieben. Dies erklärte der Leiter des Bereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration der EnBW, Dr. Wolfram Münch, nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am Dienstag in Karlsruhe.

Das Stirling-BHKW eignet sich für die Grundlastversorgung von Gebäuden wie Hotels oder Schwimmbädern, die einen vergleichsweise hohen kontinuierlichen Wärmebedarf zeigen. Der verwendete Motor arbeitet mit einem Erdgasbrenner, dessen thermische Leistung zwischen acht und 24 Kilowatt steuerbar ist. Die elektrische Leistung der Stirling-Maschine beträgt zwei bis neun Kilowatt.

Nach Angaben von Münch weist die Stirling-Technologie eine Reihe von Vorteilen auf. So ermöglicht die äußere Wärmezufuhr eine flexible Brennstoffauswahl. Darüber hinaus ist keine besondere Gasaufbereitung nötig, wodurch beispielsweise auch Biogas kein grundsätzliches Problem darstellt. Die Schadstoffemissionen fallen durch den gleichmäßigen äußeren Verbrennungsprozess sehr gering aus. Im Innern des Motors arbeitet eine Kolbenmaschine in einem geschlossenen Kreislauf und mit einem konstanten Vorrat von Helium als Arbeitsgas. Die Maschine wird an der einen Seite stark durch den Gasbrenner erwärmt, an der anderen stark gekühlt, was zur Volumenänderung des Arbeitsgases und zur Bewegung der Kolben führt.

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