Aus Kooperation wird Integration

EnBW und Neckarwerke Stuttgart verschmelzen und erhöhen Strompreise

Die Marke NWS wird voraussichtlich ab Oktober 2003 nicht mehr weiter gepflegt. Sie geht in den EnBW-Marken und in den EnBW-Produkten auf. Zudem werden beide Unternehmen die Strompreise zum 1. September erhöhen. Bei einem Verbrauch von 3600 Kilowattstunden steigen die monatlichen Abschläge im Allgemeinen Tarif um 2,78 bzw. 2,94 Euro.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Aufsichtsrat der Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) hat gestern der Verschmelzung der operativen Tochterunternehmen der NWS mit den Parallelgesellschaften der EnBW Energie Baden-Württemberg AG zugestimmt. Die Hauptversammlung der NWS soll diesen Zusammenschluss am heute formal beschließen.

Die Integration der operativen Bereiche der NWS in die EnBW soll die in der engen Kooperation der beiden Unternehmen in den letzten Jahren erzielten Fortschritte untermauern, heißt es in einer Mitteilung beider Unternehmen. Die Bündelung der Kompetenzen von EnBW und NWS in künftig einem Energiedienstleistungsverbund soll auch den Standort Baden-Württemberg im liberalisierten Energiemarkt stärken. "Die NWS-Kunden werden auch künftig nicht auf die gewohnte Kundennähe, regionale Präsenz und direkte Ansprache verzichten müssen. Ziel von NWS und EnBW ist es, die jeweiligen Stärken der beiden Unternehmen zum Wohle der Kunden zu bündeln und sinnvoll miteinander zu ergänzen." Die Marke NWS wird voraussichtlich ab Oktober 2003 nicht mehr weiter gepflegt. Sie geht in den EnBW-Marken und in den EnBW-Produkten auf. Die NWS wird jedoch als Finanzholding mit Sitz in Stuttgart weiterhin bestehen.

Gleichzeitig kündigten beide Unternehmen Strompreiserhöhungen zum 1. September an. Der Allgemeine Tarif der NWS wird bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3600 Kilowattstunden im Jahr brutto um 2,78 Euro monatlich, der allgemeine Tarif der EnBW bei gleichem Verbrauch brutto um 2,94 Euro monatlich steigen.

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