Gasmarkt-Allianz

EnBW und Eni übernehmen Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS)

Gemeinsam mit dem italienischen Energieversorger Eni hat die EnBW 62,22 Prozent an der Gasversorgung Süddeutschland übernommen. Geplant ist auch, den Anteil der Neckarwerke an der GVS zu übernehmen, womit das deutsch-italienische Joint-Venture dann mehr als 95 Prozent an dem bekannten Gasversorger halten würde.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und der italienische Energieversorger Eni SpA erwerben über ihr gemeinsames Joint Venture 62,22 Prozent an der Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS). Gestern wurden entsprechende Kaufverträge zwischen dem Land Baden-Württemberg, das bislang 25 Prozent der GVS-Anteile hielt, sowie sechs kommunalen Gesellschaftern, die in der Summe 37,22 Prozent an GVS besaßen, und den Käufern EnBW und Eni unterzeichnet. Mit zwei Gesellschaftern, die zusammen 4,38 Prozent der GVS-Anteile halten, wurden Optionsvereinbarungen über diese Geschäftsanteile abgeschlossen.

Weiterhin beabsichtigen EnBW und Eni, den 33,4 Prozent-Anteil, den die zum EnBW Konzern gehörende Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) an GVS hält, zu erwerben. Dadurch würde sich der Anteil des Joint Ventures an der GVS auf 95,62 Prozent erhöhen. Sämtliche Verträge stehen unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden - womit die Vertragspartner im Verlauf des Sommers rechnen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit unserem Partner EnBW den Erwerb der Gasversorgung Süddeutschland abgeschlossen haben", erklärte der Chief Executive Officer von Eni, Vittorio Mincato. "Für Eni ist dies ein wichtiger Schritt für den Ausbau des Gasgeschäfts in einem Markt von der Größe Deutschlands. Es handelt sich um die vierte wichtige Transaktion, die wir erfolgreich abwickeln."

Die Gasversorgung Süddeutschland GmbH beliefert über ihr 1881 Kilometer langes Fernnetz direkt und indirekt etwa 750 Städte und Gemeinden. Im Geschäftsjahr 2000/2001 erwirtschaftete die GVS bei einem Absatz von 74 223 Gigawattstunden einen Umsatz von etwa 1,7 Milliarden Euro.

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