Von EWE

EnBW übernimmt will knapp 50 Prozent an VNG übernehmen

EnBW will die Anteile des Konkurrenten EWE an der Verbundnetz Gas AG (VNG) übernehmen. Das habe der EnBW-Aufsichtsrat beschlossen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mit. Auch EWE habe der Veräußerung ihres 48-prozentigen Anteils bereits zugestimmt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/red) - Der Transaktion müsse noch die VNG-Hauptversammlung sowie das Bundeskartellamt zustimmen. Beide Unternehmen wollten keine Angaben zum Kaufpreis machen.

EnBW hält bereits 26 Prozent an EWE. Der rund zwei Milliarden Euro teure Einstieg bei dem Oldenburger Energieversorger ist allerdings beim Bundeskartellamt auf Bedenken gestoßen. EnBW und EWE hatten im Februar das Bundeskartellamt um eine Verlängerung der kartellrechtlichen Prüfungsfrist bis zum 15. Juni für den geplanten Anteilserwerb gebeten.

Mit Blick auf die Veräußerung der VNG-Anteile sagte EWE-Vorstandschef Werner Brinker, "die Idee, dass ostdeutsche und westdeutsche Kommunen VNG gemeinsam weiterentwickeln, hat sich leider nicht umsetzen lassen". Daher sei eine Beteiligung für das Unternehmen nicht mehr sinnvoll. EWE hatte in der Vergangenheit versucht, mehr Einfluss bei VNG zu bekommen. Deshalb wollte der Versorger VNG-Anteile ostdeutscher Stadtwerke übernehmen.

VNG gehört den Angaben zufolge zu den drei führenden Erdgas-Importeuren in Deutschland und kommt auf einen Marktanteil von rund 15 Prozent. Das Unternehmen beliefert regionale Weiterverteiler, Stadtwerke und Industriebetriebe.

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