Klausurtagung in Obermaiselstein

EnBW treibt Personalabbau voran

In den vergangenen vier Tagen hat die EnBW auf einer Klausursitzung in Obermaiselstein mit den Vertretern der Arbeitnehmer über den geplanten Personalabbau und die Kürzung der Sozialleistungen verhandelt. Beide Seiten bestätigten, dass die Tagung trotz unterschiedlicher Interessen und Sichtweisen in einer konstruktiven und sachlichen Atmosphäre stattfand.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der AK Energie und die Arbeitgeber konnten sich dabei auf einheitliche Vorgehensweisen zum sozialverträglichen Personalabbau einigen. Das betrifft die Verlängerung der Vereinbarungen zum Frühruhestand und ergänzende Regelungen zur Altersteilzeit. Die bestehenden Regelungen zum Frühruhestand werden auf den Jahrgang 1951 ausgeweitet, eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei unterschriftsreif. Danach gelten für alle Mitarbeiter, die bis zum 31.12.2005 in Frühruhestand gehen, noch die bislang gültigen Regelungen zur Altersversorgung. Das gleiche wurde für Mitarbeiter vereinbart, die bis zum 31.12.2005 in Altersteilzeit gehen. Daneben haben sich die Verhandlungsparteien darauf verständigt, die Inanspruchnahme der bestehenden Möglichkeiten zum Vorruhestand sowie zur Teilzeitarbeit zu fördern.

Beide Seiten einigten sich zudem über eine einheitliche Vorgehensweise bei freiwilligem Ausscheiden, einschließlich der Abstimmung über konkrete Abfindungsleistungen. Zudem soll es bei Personalveränderungsprozessen ein abgestuftes Vorgehen geben. Dabei sollen zunächst alle Möglichkeiten des Personalab- und –umbaus genutzt werden, die auf Freiwilligkeit beruhen. Erst danach kämen Auswahlverfahren zur Anwendung, deren weitere detaillierte Ausgestaltung eine gemeinsame Arbeitsgruppe erarbeiten wird.

Die von EnBW-Vorstand Utz Claasen vorgeschlagene 4-Tage-Woche wurde nicht diskutiert, da darüber der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft ver.di zu entscheiden haben.

Im November werden die Gespräche fortgesetzt.

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