Energiegeschäft

EnBW Transportnetze AG startet EEX-Börsenhandel

Der Netzbetreiber EnBW Transportnetze handelt ab sofort ebenfalls an der Leipziger Strombörse EEX und sieht das als konsequenten und wirtschaftlichen Schritt, weil das Volumen der Energiegeschäfte in den vergangenen Jahren permanent gewachsen ist.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Die Stuttgarter EnBW Transportnetze AG hat in dieser Woche den Börsenhandel an der Leipziger Strombörse EEX aufgenommen und ist ab sofort auch als Handelsteilnehmer an der EEX offiziell gelistet. Sie ist als Übertragungsnetzbetreiber verantwortlich für die Beschaffung von Systemdienstleistungen wie beispielsweise EEG-Veredelung oder Netzverluste.

"Das Volumen der hierfür notwendigen Energiegeschäfte ist in den vergangenen Jahren permanent und stetig angewachsen. Der eigenständige Börsenhandel ist damit ein konsequenter und wirtschaftlich sinnvoller Schritt, der auch den regulatorischen Anforderungen gerecht wird", teilte das Unternehmen mit.

Die EnBW Transportnetze AG betreibt das Übertragungsnetz in Baden-Württemberg und verantwortet als neutrale Instanz innerhalb des Strommarktes die Systemführung der EnBW-Regelzone. Das Übertragungsnetz der EnBW in Baden-Württemberg besteht aus 3650 Kilometern 380.000 – bzw. 220.000-Volt-Höchstspannungsleitungen. 81 Transformatoren verbinden dieses Höchstspannungsnetz mit den regionalen Verteilnetzen. Über 36 Kuppelstellen ist das EnBW-Übertragungsnetz in das nationale und europäische Verbundnetz integriert.

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