Kunstausstellung

EnBW stellt Stillleben von Wilhelm Schnarrenberger vor

Der baden-württembergische Maler und Grafiker Wilhelm Schnarrenberger war ein hochbegabter, doch unterschätzter Künstler. Aus diesem Grund stellt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG in der diesjährigen Herbstausstellung einige seiner Werke aus - hauptsächlich Ölgemälde, aber auch Aquarelle.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG widmet ihre diesjährige Herbstausstellung dem Maler und Grafiker Wilhelm Schnarrenberger (1892-1966). Schnarrenberger, der bereits 1920 als Lehrer für Gebrauchsgrafik an die Badische Landeskunstschule in Karlsruhe berufen worden war, ist vor allem durch sein Frühwerk bekannt. So nahm er 1925 an der berühmten Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim teil. Im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Lehramt entlassen, zog er sich 1938 nach Lenzkirch im Schwarzwald zurück, um dort eine Pension für Feriengäste zu betreiben und damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

In diesem schwierigen Lebensabschnitt begann er 1941 Stillleben zu malen, ein Thema, das ihn bis zu seinem Lebensende beschäftigte. Auf diese ein Vierteljahrhundert umfassende Schaffensphase konzentriert sich die Ausstellung der EnBW. Sie präsentiert eine Auswahl von etwa 70 Stillleben, die aus Museen, öffentlichen Institutionen und Privatbesitz stammen. Den Schwerpunkt in der Ausstellung bilden die Ölgemälde, es werden aber auch Aquarelle und das einzige bekannte Pastell gezeigt. Die Präsentation legt besonderes Augenmerk auf die vom Künstler selbst gestalteten oder überarbeiteten Rahmen der Gemälde. Nach seiner Auffassung gehören sie in ihrer spezifischen Erscheinung untrennbar zum Bild hinzu.

Mit der Ausstellung und Publikation der Bilder möchte die EnBW nicht nur einen wesentlichen Teil des Oeuvres von Schnarrenberger präsentieren und dokumentieren, sondern dem Publikum auch die hohe Qualität und sinnliche Brillanz der Malerei eines hochbegabten, aber vielfach unterschätzten baden-württembergischen Künstlers zugänglich machen. Nicht zuletzt wolle das Unternehmen seine Verbundenheit mit ihrem "Stammland" Baden-Württemberg zum Ausdruck bringen.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, dem 28. Oktober 2004 um 18 Uhr. Sie ist bis zum Sonntag, dem 19. Dezember montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erscheint ein 100 Seiten umfassender Katalog. Der Eintritt ist kostenlos.

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