f-cell in Stuttgart

EnBW stellt ihre Brennstoffzellen-Strategie vor

<p>Das Karlsruher Energieunternehmen EnBW unterstützt das erste Forum für Produzenten und Anwender der Brennstoffzellen-Technologie in Baden-Württemberg.</p>

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das drittgrößte deutsche Energieunternehmen will künftig verstärkt die Forschung und Entwicklung marktnaher, anwendungsorientierter und zukunftsfähiger Produkte und Verfahren fördern. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht dabei die Brennstoffzellen-Technologie. "Die Brennstoffzellen-Technik bietet faszinierende Perspektiven für eine umweltbewusste und effiziente Energieversorgung. Sie kann den Energiemarkt der Zukunft revolutionieren", sagte Dr. Wolfram Münch, der Leiter des Bereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration der EnBW AG bei der Vorstellung des f-cell Forums für Produzenten und Anwender, das am 15. und 16. Oktober 2001 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet. Das f-cell Forum ist ein Symposium mit begleitender Messe zum Thema Brennstoffzelle, das praxisorientiert und anwendungsnah die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologie vorstellt.

Die Pilotprojekte der EnBW konzentrieren sich vor allem auf die stationäre Anwendung, bei der alle Leistungsbereiche von der Hausenergieversorgung über industrielle und kommunale Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zum Großkraftwerk vertreten sind. So entsteht beispielsweise auf dem Gelände des Marbacher EnBW Kraftwerks derzeit eine ein Megawatt leistende SOFC-Brennstoffzellenanlage (Solid-Oxide-Fuel-Cell oder Festkeramik-Brennstoffzelle), im Rahmen eines amerikanisch-europäischen Demonstrationsprojekts. Bei den mittelgroßen Brennstoffzellen erprobt die EnBW Projekte zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im kommunalen Bereich sowie in der Industrie. Zusammen mit ALSTOM Energietechnik errichtet das Unternehmen bis Ende des Jahres eine PEM-Brennstoffzellenanlage (PEM= Polymer-Elektrolyt-Membran) in einem Thermalbad in Mingolsheim. Für die Hausenergieversorgung wird die EnBW zunächst 55 Minikraftwerke mit drei Kilowatt Wärmeleistung und einer elektrischen Leistung von einem Kilowatt erproben. Die von dem Schweizer Unternehmen Sulzer Hexis AG entwickelten Anlagen sollen in den nächsten drei Jahren bei interessierten Kunden eingerichtet werden. Eines dieser Minikraftwerke soll bereits in diesem Jahr in Betrieb gehen.

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