Zahlen

EnBW steigert zu Jahresbeginn Ergebnis

Der Versorger EnBW hat im Auftaktquartal sein Ergebnis gesteigert. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei binnen Jahresfrist von 700 Millionen auf 876 Millionen Euro gestiegen, sagte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Karlsruhe.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/red) - Die Umsatzerlöse seien um 2,2 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Euro geklettert. Der Anstieg des Ergebnisses resultiere im Wesentlichen aus höheren Erzeugungsmargen und gestiegenen Erlösen aus dem Stromnetz.

Der Karlsruher Energiekonzern veröffentlicht seinen ausführlichen Quartalsfinanzbericht am 7. Mai. Umweltaktivisten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie von Greenpeace protestierten am Donnerstag vor dem Kongresszentrum in Karlsruhe, wo die Hauptversammlung stattfand. Sie forderten mit Transparenten die Aktionäre auf, einen Richtungswechsel in der Konzernpolitik einzufordern. BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß hielt dem Konzern vor, dass bis heute 80 Prozent seiner Kraftwerkskapazitäten aus Atomkraft und Kohle stammten.

Oppositionspolitiker von SPD und Grünen forderten den Konzern auf, massiv in erneuerbare Energien zu investieren, anstatt auf längere Laufzeiten alter Atommeiler zu setzen. Angesichts der ständig steigenden Pannenanfälligkeit alter Kernkraftwerke sei es unverantwortlich, wenn der EnBW-Chef von Laufzeitverlängerungen um Jahrzehnte spreche, sagte der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Knapp.

Grünen-Landeschef Chris Kühn nannte es eine perfide Taktik, das 30 Jahre alte AKW Neckarwestheim I länger als vorgesehen am Laufen zu halten, indem seine Leistung gedrosselt werde. EnBW versuche mit diesem Trick das AKW in den Herbst zu retten, um dann von der schwarz-gelben Bundesregierung grünes Licht für eine längere Laufzeit zu bekommen.

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