Ausstehende Forderungen

EnBW sperrt Netze für DSA / Gespräche sollen Einigung bringen

Und weiter geht es: Zum 1. Mai hat nun auch die EnBW dem Hamburger Stromanbieter DSA die Nutzung ihrer Stromnetze untersagt. Grund - wen überrascht es - sind ausstehende Zahlungen der Netznutzungsentgelte. Betroffen sind diesmal etwa 2000 Kunden im Netzgebiet der EnBW. Wie die DSA mitteilt, würden bereits Gespräche mit der EnBW geführt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gerade - so scheint es wenigstens - hat der Hamburger Stromversorger den ("Notstrom"-) Schaden von den etwa 3000 Kunden im Netzgebiet der RWE abwenden können, da droht neues Unheil. Diesmal für die etwa 2000 Kunden im Netzgebiet der EnBW. Wie der Stromversorger mitteilte, hat er der DSA mit Wirkung zum 1. Mai 2002 die Nutzung seiner Stromverteilungsnetze untersagt. Grund ist hier wie da die Weigerung der DSA, ihrer Meinung nach überhöhte Netznutzungsentgelte zu zahlen.

Die DSA-Kunden, die an das Stromnetz der EnBW Regional AG angeschlossen sind, werden schriftlich darüber informiert, dass sie durch ihren bisherigen Stromlieferant nicht mehr versorgt werden können, teilte die EnBW weiter mit. Im Wege einer Notstromversorgung will die EnBW eine unterbrechungsfreie Belieferung mit elektrischer Energie sicherstellen. Auch hier haben die Kunden drei Monate Zeit, entweder einen regulären Stromvertrag abzuschließen oder den Anbieter erneut zu wechseln. Wichtig: Unbedingt so bald wie möglich den Stromzählerstand ablesen.

Wie die DSA dem strom magazin auf Anfrage mitteilte, wird es in den nächsten Tagen weitere Gespräche zwischen dem Stromkonzern mit der DSA über die Nutzung der Stromnetze geben. Die DSA strebt in diesem Zusammenhang eine außergerichtliche Einigung mit der EnBW an, um ihre Kunden auch weiterhin zu versorgen.

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