Fokus aufs Kerngeschäft

EnBW reduziert Beteiligungsportfolio um 143 Gesellschaften

Um die operative Leistungsfähigkeit zu erhöhen und die strukturelle Komplexität erheblich zu reduzieren, will der Energiekonzern EnBW 143 Gesellschaften aus dem Beteiligungsportfolio abstoßen. In einem nächsten Schritt werden zusätzlich all jene Gesellschaften einer näheren Betrachtung unterzogen, die die Kapitalrendite-Ziele des Konzerns derzeit nicht erfüllen.

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Der Vorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat konkrete Beschlüsse zur drastischen Bereinigung des Beteiligungsportfolios gefasst. Gemäß diesen Beschlüssen wird das derzeitige Beteiligungsportfolio von 395 Gesellschaften, von denen sich 299 im Konsolidierungskreis befinden, um 143 Gesellschaften reduziert. Diese Reduktion der strukturellen Konzernkomplexität um fast 40 Prozent soll durch Verschmelzungen, Auflösungen, Verkäufe sowie Integration in Partnerschaften erreicht werden.

Damit will EnBW-Chef Utz Claasen die strukturelle Komplexität des Konzerns erheblich reduzieren. Künftig will sich die EnBW aufs Kerngeschäft (Energie und energienahe Dienstleistungen) konzentrieren, nicht kurzfristig sanierungsfähige Verlustbringer abstoßen und Beteiligungsgesellschaften mit besonderem Synergiepotenzial zusammenlegen bzw. integrieren. Zudem will Claasen den Salamander-Teilkonzern loswerden. Ziel ist es, die operative Leistungsfähigkeit des EnBW-Konzerns zu verbessern und die Transparenz zu erhöhen. In einem nächsten Schritt werden zusätzlich all jene Gesellschaften einer näheren Betrachtung unterzogen, die die Kapitalrendite-Ziele des Konzerns derzeit nicht erfüllen und insofern ebenfalls entweder operativen oder strukturellen Veränderungsbedarf aufweisen.

Claassen: "Es ist richtig und wichtig, dass wir den erfolgten Ankündigungen nun auch zügig entsprechende Beschlüsse haben folgen lassen. Im Sinne von Klarheit und notwendiger Ergebnisverbesserung schulden wir dies unseren Aktionären ebenso wie unserer Belegschaft: Aktionäre und Belegschaft müssen wissen, dass vorhandene Stärken im Kerngeschäft künftig nicht mehr durch fast 100 Verlustbringer im Beteiligungskreis verwässert werden. Jedes weitere Abwarten an dieser Stelle wäre unökonomisch, unvertretbar und unsozial."

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