EnBW reagiert auf Ministerweisung: Transporte zur Wiederaufarbeitungsanlage sind weiter notwendig

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
"Die Rechtssicherheit für den Weiterbetrieb von Block zwei des Gemeinschaftskernkraftwerks Neckar (GKN) nach der Kurzrevision vom 1. bis 8. April 2001 ist nach der heutigen Weisung des Bundesumweltministeriums gegeben." Mit diesen Worten reagieren die Atomkraftwerkbetreiber EnBW und NWS auf die Weisung von Umweltminister Jürgen Trittin, die Castor-Transporte zunächst unnötig macht (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier). Beide Gesellschaften sehen auf Grund dieser Weisung nunmehr die Möglichkeit, die sechs beladenen Castorbehälter mit abgebrannten Brennelementen bei GKN auch nach der Revision zum Transport bereit zu stellen.


Auch wenn kein Transport im März stattfindet, wollen es die Energieversorger offen lassen, ob irgendwann ein Transport nach Ahaus stattfinden wird. Begründung: "Zwar habe das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auch die Genehmigung für die Lagerung von 24 Castoren in einem Interimslager des GKN für Ende Februar 2001 in Aussicht gestellt. Solange jedoch diese Genehmigung nicht erteilt und nutzbar ist, ist die Notwendigkeit von Transporten ins nordrhein-westfälische Ahaus weiterhin gegeben", heißt es in einer Pressemitteilung. Und noch deutlicher: "Dagegen wiesen die Betreiber darauf hin, dass Transporte abgebrannter Brennelemente zu den Wiederaufarbeitungsanlagen auf jeden Fall weiterhin nötig sein werden, da bestehende Verträge erfüllt werden müssen. Einen ersten Transport zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien aus dem GKN hat das BfS jetzt genehmigt. Der Zeitpunkt für diesen Transport ist noch offen."

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