Erste Finanzmittel

EnBW plant Großkraftwerke in Baden-Württemberg

Für zwei Kraftwerksneubauten in Baden-Württemberg will die EnBW mittelfristig einen einstelligen Milliardenbetrag investieren, teilte das Unternehmen heute mit. Als Primärenergie kämen Steinkohle und Erdgas in Betracht, wobei die spezifische Auslegung der Kraftwerke nach standortspezifischen Kriterien optimiert werden soll.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Der Vorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat die konkrete Vorplanung für zwei Kraftwerksneubauten eingeleitet und dafür Planungsmittel in zweistelliger Millionengröße freigegeben. Die Kraftwerke sollen künftig auslaufende Kernkraftwerke ersetzen und darüber hinaus die Erzeugungskapazitäten der EnBW in Baden-Württemberg erweitern.

Für die Kraftwerksneubauten will die EnBW mittelfristig einen einstelligen Milliardenbetrag investieren, teilte das Unternehmen weiter mit. Als Primärenergie kämen Steinkohle und Erdgas in Betracht, wobei die spezifische Auslegung der Kraftwerke nach standortspezifischen Kriterien optimiert werden soll. Zudem soll auch die Preisentwicklung in den Primärenergiemärkten und beim Emissions-Zertifikatehandel beobachtet werden. Als mögliche Standorte werden derzeit Karlsruhe und Heilbronn gehandelt.

"Unsere Planungen konzentrieren sich auf Baden-Württemberg und sind somit auch ein klares Bekenntnis zum Land. Hier sind unsere Wurzeln und hier liegt der Kern unseres Geschäfts", kommentierte EnBW-Chef Dr. Utz Claassen. Er versicherte zugleich, dass die Kraftwerksplanungen langfristig ausgelegt seien und von den aktuellen politischen Diskussionen und Spekulationen über den Energiemix der Zukunft losgelöst zu sehen seien.

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