Individualisierung der Kundenangebote

EnBW mit neuen Produktfamilien auf der Hannover Messe 2002

Zusammen mit der EDF stellt die EnBW derzeit ihre Produkte auf der Hannover Messe vor. Die Maxime: Neben Preisen und Zuverlässigkeit sind zunehmend Beratungs- und Service-Kompetenzen sowie Internationalität und gelebte Kundennähe entscheidend. Zudem forderte der Versorger eine Verbesserung der Durchleitungssituation.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

"Zusammen mit unserem Partner EDF sind wir stark genug, die Kunden in immer mehr Regionen Europas zu begleiten und zu betreuen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gerhard Goll, heute auf der Hannover Messe 2002. Das für Kundenbeziehungen zuständige EnBW Vorstandsmitglied Pierre Lederer betonte: "Für den Erfolg im Energiewettbewerb sind - neben Preisen und Zuverlässigkeit - zunehmend Beratungs- und Service-Kompetenzen sowie Internationalität und gelebte Kundennähe entscheidend." Die EnBW präsentiert sich in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit ihrem Partner Electricité de France (EDF) auf der Hannover Messe.

Goll und Lederer sehen gute Chancen für die EnBW, auch die Entwicklung des Wettbewerbs in anderen Ländern Europas aktiv mitzugestalten. Als Beispiele bereits messbarer Erfolge der EnBW Europastrategie nannten die EnBW Vorstandsmitglieder die erfolgreiche Arbeit der EnBW Vertriebsniederlassungen in mehreren Ländern, den Einstieg der EnBW beim viertgrößten spanischen Energieunternehmen, Hidrocantabrico, und den Erwerb der Energiesparte der Schweizer Lonza-Gruppe. Auch an der Entwicklung der Gasmärkte werde sich die EnBW beteiligen, betonten Gerhard Goll und Pierre Lederer. In puncto Durchleitungsentgelte beklagte Goll eine unbefriedigende Neutralisierung der Netze. "Wenn der Wettbewerb nicht stranguliert werden soll, brauchen wir - speziell in Deutschland - noch in diesem Jahr eine spürbare Verbesserung der Durchleitungssituation." Bei den dafür notwendigen Regelungen einer wirksamen Regulierung der Netzneutralität müssten die Kompetenzen der staatlichen Stellen nachdrücklich gestärkt werden.

Die konsequente Ausrichtung der EnBW an den sehr unterschiedlichen Energie- und Dienstleistungsbedürfnissen der Branchen und Unternehmen soll sich in einem inzwischen sehr komplexen Angebot differenzierter Leistungs- und Preismodelle widerspiegeln: etwa in den neuen Produktfamilien EnBW Power Active, EnBW Power Plus und EnBW Power Service, die erstmals auf der Hannover Messe vorgestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    EnBW-Geschäft sorgt für mächtig Ärger

    Der Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus wird am Freitag vor dem EnBW-Untersuchungsausschuss sprechen. Er soll erklären, wie 2010 das Geschäft mit dem französischen Staatskonzern EdF zustande kam. Das Geschäft sorgt für erheblichen Ärger: So reichte die Landesregierung Schiedsgerichtsklage gegen EdF ein und auch im Untersuchungsausschuss gibt es Probleme.

  • Gasvergleich

    Engpässe bei Gasversorgung erreichen Privatkunden

    Die Gasversorger beliefern einzelne Kunden in Süddeutschland nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit nur eingeschränkt. Beim Gas gebe es einen Engpass beim Transport vom Norden in den Süden Deutschlands, erklärte das Ministerium am Sonntag in Berlin. Vertraglich vereinbarte Möglichkeiten der Gaseinsparung seien ausgeschöpft.

  • Hochspannungsmasten

    ENRW will mit Partnern in Nordrhein-Westfalen wachsen

    "Motor für den Aufbau eines partnerschaftlichen Netzwerkes in der Region": Die ENRW, eine Tochter der EnBW und der Stadtwerke Düsseldorf, ist heute gestartet. Der Partner-Verbund will Know-how, Produktpalette und Kundennähe ständig ausbauen.

  • Hochspannungsmasten

    Europäische Energieunternehmen setzen auf Expansion und Energiehandel

    Wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers jetzt herausgefunden hat, haben sich Electricité de France (EDF), E.ON und RWE als führende europäische Anbieter in der Energiebranche etabliert. Zudem hat die Branche weniger Umsatz mit traditionellen Geschäftsbereichen erwirtschaftet.

  • Strompreise

    EnBW will weiter mit Partnerschaften wachsen / Bilanz für 2001 positiv

    Großer Bahnhof in Karlsruhe: Die EnBW präsentierte ihre Bilanzzahlen für 2001 und gab gleichzeitig einen Ausblick auf die Strategien der Zukunft. Zufrieden zeigte sich EnBW-Chef Goll insbesondere mit der Geschäftstätigkeit von Yello.

Top