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EnBW: Michelin-Brennstoffzelle beendet Pilotbetrieb

Die EnBW testet seit Jahren verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Brennstoffzellenanlagen im privaten, kommunalen und industriellen Bereich. Nach dreijährigem Probebetrieb wurde die Brennstoffzelle beim Reifenhersteller Michelin nun abgeschaltet. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Nach knapp 24 000 Betriebsstunden ist die Brennstoffzellenanlage bei Michelin vom Netz gegangen. Damit ist auch eines der erfolgreichsten Pilotprojekte zur Förderung dieser innovativen Technologie vorläufig beendet.

"Knapp drei Jahre lang hat die Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle im Michelin Reifenwerk Karlsruhe mehr als vier Millionen Kilowattstunden Strom und Dampf für die Reifenproduktion produziert. Dies ist die bislang größte Energiemenge, die weltweit von einer Anlage dieses Typs erzeugt wurde", erläuterte Prof. Thomas Hartkopf, Technikvorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Damit habe das Mini-Kraftwerk eindrucksvoll die Zuverlässigkeit dieser Zukunftstechnologie demonstriert.

Ziel des Brennstoffzellenprojekts bei Michelin war es, vertiefte Erkenntnisse über die Praxistauglichkeit von Brennstoffzellen für industrielle Prozesse zu gewinnen. Die eingesetzte Brennstoffzelle "Hot Module" hat eine elektrische Leistung von bis zu 250 kW und eine thermische Leistung von maximal 180 kW. Mit den Ergebnissen aus dem dreijährigen Testbetrieb sind die beteiligten Partner zufrieden. Das von der EnBW geführte Projektkonsortium prüft nun, ob in der Anlage bei Michelin ein Ersatz-Stack eingebaut werden soll.

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