Im Rahmen des Programms "Top Fit"

EnBW kündigt Betriebsvereinbarungen über Sozialleistungen

In Karlsruhe setzt man den kosequenten Sparkurs fort: Der EnBW-Konzern hat Betriebsvereinbarungen über kostenintensive Sozialleistungen, darunter das Weihnachtsgeld, vorsorglich gekündigt. Verhandlungsergebnisse, so Arbeitsdirektor Dr. Bernhard Beck, würde man damit jedoch nicht vorwegnehmen - die Kündigung sei prophylaktische Maßnahme.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, setzt ihren rigiden Sparkurs fort. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, hat der Konzern Betriebsvereinbarungen über kostenintensive Sozialleistungen - darunter das Weihnachtsgeld - vorsorglich gekündigt.

Die Kündigung habe jedoch auf Leistungen, die dieses Jahr zu zahlen seien - hier vor allem die Weihnachtsgratifikation - keine Auswirkungen. "Diese Maßnahme ist ausdrücklich nicht Abbild eines etwaigen Unternehmensziels, alle betrieblichen Sozialeistungen zu streichen, sondern erfolgt vielmehr vorsorglich, um die Zielsetzungen des EnBW-Ertragssteigerungsprogramms 'Top Fit' für 2004 angesichts der noch laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat nicht zu gefährden. Die Kündigung nimmt noch keine Verhandlungsergebnisse vorweg", so Dr. Bernhard Beck, Arbeitsdirektor der EnBW.

Ziel des EnBW-Programms "Top Fit" ist es, die Ertragssituation des Unternehmens zu verbessern. Dabei sollen bis zum Jahr 2006 insgesamt rund eine Milliarde Euro nachhaltig eingespart werden, wobei rund 350 Millionen Euro auf den Personalbereich entfallen. Wichtige Einsparbeiträge sollen bereits im kommenden Jahr realisiert werden. Um dies sicher zu stellen, bedürfe es dieser vorsorglichen Kündigung.

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