Bürger-Aktiv

EnBW-Konzept für Sonnenstrom auf Schulen und Behörden

Gemeinde und interessierte Bürger waren in die Planung und Realisierung der Fotovoltaik-Projekte von der EnBW eingebunden. Die Kommune stellt das Dach eines öffentlichen Gebäudes, die Finanzierung übernehmen Bürger durch den Kauf von Anteilen und Fachbetriebe aus der jeweiligen Region.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe/Dielheim/Stuttgart (red) - Ein neues Konzept zur Nutzung von Sonnenstrom will die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in baden-württembergischen Städten erproben. Als erste Kommune hat die Gemeinde Dielheim am südlichen Rand des Rhein-Neckar-Kreises eine Fotovoltaik-Anlage nach dem Konzept "EnBW Solar Bürger-Aktiv" realisiert.

Die Anlage hat mit ihren 103 Quadratmetern Modulfläche eine Leistung von 13,3 Kilowatt. Anlagen dieser Größe können laut EnBW in dieser Region mit einem jährlichen Stromertrag von 12 000 Kilowattstunden rechnen. Jährlich könnten so fast acht Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Zu den 40 Anteilseignern zählt auch Bürgermeister Hans-Dieter Weis.

Gemeinde und interessierte Bürger waren in die Planung und Realisierung des Fotovoltaik-Projekts eingebunden. Die Kommune stellt das Dach eines öffentlichen Gebäudes, die Finanzierung übernehmen Bürger durch den Kauf von Anteilen und Fachbetriebe aus der jeweiligen Region. Die Größe hängt - neben baulichen Gegebenheiten - von der Zahl der gezeichneten Anteile ab.

Zur Refinanzierung verkauft die Projekt-Gesellschaft den in ihrer Anlage erzeugten Sonnenstrom an den örtlichen Netzbetreiber. Dieser vergütet den eingespeisten Strom nach festgelegten Sätzen. Die Überschüsse erhalten die Anteilseigner. Auch in den Gemeinden Ebhausen (Kreis Calw), Neckartenzlingen (Kreis Esslingen) und Urbach (Rems-Murr-Kreis) wurden bereits Gesellschaften bürgerlichen Rechts gegründet oder stehen kurz bevor.

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