Verbrauchertäuschung

EnBW klagt gegen Riva Energie wegen unseriöser Vertriebsmethoden

Weil sich die Essener Riva Energie AG auch nach Erlass einer einstweiligen Verfügung wettbewerbswidrig verhalten hat, hat die EnBW beim Landgericht Stuttgart einen Bestrafungsantrag eingereicht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbH hat gegen die Essener Riva Energie AG beim Landgericht Stuttgart einen Bestrafungsantrag eingereicht. Grund ist, dass Riva nach EnBW-Angaben ungeachtet einer gegen sie bereits im September ergangenen einstweiligen Verfügung unverändert gegen das Wettbewerbsrecht verstoße.

In der einstweiligen Verfügung von damals beklagt die EnBW, dass sich Mitarbeiter oder Vertriebspartner der Riva Energie gegenüber Verbrauchern wiederholt als Mitarbeiter der EnBW ausgegeben hätten, um Stromlieferungsverträge abzuschließen. Die Riva hätte diese gegen sie gerichtete einstweilige Verfügung als rechtsverbindlich anerkannt. Im Falle eines Verstoßes kann ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 500 000 DM verhängt werden. Laut EnBW geben sich Mitarbeiter oder Beauftragte der Riva im Rahmen von Haustürgeschäften nach wie vor als EnBW Mitarbeiter aus oder täuschen vor, im Auftrag der EnBW zu handeln. Der EnBW liegen zahlreiche eidesstattliche Versicherungen von betroffenen Verbrauchern vor, die diese Praktiken der Riva Energie AG bezeugen. "Die Tatsache, dass die Riva Energie AG trotz besseren Wissens wiederholt falsch informiert und wettbewerbswidrig agiert, legt den Schluss nahe, dass hier Verbrauchertäuschung als Mittel der Kundenwerbung bewusst eingesetzt wird", schätzt Carina Verlohr, Leiterin Privat- und Geschäftskunden der EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbH, die aktuelle Situation ein. Die EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbH hätte zudem eine Auskunftsklage gegen Riva erhoben. Ziel dieser Klage sei, die Vertriebsmethoden von Riva Energie transparent zu machen und einen Schadensersatzanspruch vorzubereiten.

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