Angebliche Sicherheitslücken

EnBW informiert Atomaufsicht wegen Vorwürfen eines Ex-Mitarbeiters

EnBW hat im Zusammenhang mit Behauptungen über Sicherheitslücken im Kernkraftwerk Neckarwestheim die Atomaufsicht eingeschaltet. Ein ehemaliger Mitarbeiter einer externen Firma behauptet, auf Sicherheitslücken gestoßen zu sein, legte jedoch keine Beweise vor. EnBW vermutet einen Erpressungsversuch.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/red) - Wie das Unternehmen am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, wurde das baden-württembergische Umweltministerium am Mittwoch über ein Gespräch mit einem ehemaligen Mitarbeiter einer externen Firma informiert. Dieser habe behauptet, bei seiner früheren Tätigkeit im Kernkraftwerk auf Lücken unter anderem im Sicherungsbereich gestoßen zu sein, die er dokumentiert habe. Der Energiekonzern vermutet einen Erpressungsversuch hinter den Anschuldigungen.

EnBW erstattet Anzeige wegen Nötigung

Laut EnBW sollen sich im Verlauf des Gespräches "deutliche Anzeichen" ergeben haben, dass der ehemalige Mitarbeiter eine Zahlung für das angeblich brisante Material fordere. Der Konzern habe den Mann deshalb unverzüglich bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen des Verdachts der Nötigung angezeigt. Zeitgleich sei das Umweltministerium eingeschaltet worden.

Keine Nachweise für Sicherheitslücken

Den Angaben zufolge liegen bislang von dem Mann keine Nachweise für die behaupteten Sicherheitslücken vor. Die angeblich vorliegende Dokumentation sei dem Unternehmen nicht zugänglich gemacht worden. Der Wahrheitsgehalt der Behauptungen solle dennoch "im Rahmen der Sicherheitsphilosophie" der EnBW AG unverzüglich überprüft und bewertet werden.

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