Von Biberach

EnBW Hilfskonvoi startet nach Moldawien

16 Fahrzeuge und technisches Gerät werden von Biberach aus mehrere Tage unterwegs sein, um in Moldawien zu helfen, das Stromnetz, das seit letztem Winter schwer beschädigt ist, wieder funktionsfähig zu machen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Ein Konvoi aus 16 Fahrzeugen und einer Menge technischem Gerät – alles aus den Beständen der EnBW Regional AG – startete heute in Biberach. Das Ziel liegt etwa 2000 Kilometer weiter südöstlich. Es ist die kaspische Republik Moldawien, in der die Hilfsgüter aus Baden-Württemberg zum Wiederaufbau des seit dem letzten Winter stark beschädigten Stromversorgungsnetzes dringend gebraucht werden.

Ende November 2000 hatten anhaltende Unwetter mit Eisregenfällen an der Infrastruktur des früheren GUS-Staates am Schwarzen Meer verheerende Schäden angerichtet. Unter anderem wurden mehr als 2500 Kilometer Stromleitungen zerstört und somit ein Drittel der Bevölkerung von der Energieversorgung abgeschnitten. "In dieser schweren Situation", schrieb Ministerpräsident Braghis an das westliche Ausland, "wäre die Regierung der Republik Moldawien höchst dankbar für finanzielle und materielle Hilfe". Das Hilfsersuchen erreichte über das baden-württembergische Staatsministerium den EnBW Vorstand und somit auch die EnBW Regional AG, die in Stuttgart ansässige Verteilnetzgesellschaft des drittgrößten deutschen Energiekonzerns. Spontan wurde gesucht und gesammelt, was geeignet schien, den Wiederaufbau der Infrastruktur in Moldawien zu unterstützen. So kam an der Sammelstelle in Biberach, dem Sitz des EnBW Regionalzentrums Oberschwaben, einiges zusammen. Darunter: 16 Gebrauchtfahrzeuge, zwei Notstromaggregate, drei Transformatoren und verschiedene Werkzeuge und 32 PC-Einheiten mit Bildschirmen.

Heute werden die Hilfsgüter in Biberach von einer 18-köpfigen Delegation des Empfängerlandes übernommen und mit eigenen Kräften abtransportiert. Burkhard Reichelt, der zuständige Projektleiter des Energieministeriums der Republik Moldawien, versicherte jüngst wieder, dass die Sachspenden der EnBW trotz der inzwischen eingetretenen Zeitverzögerung nach wie vor dringend gebraucht würden. "Die Lage auf dem Energiesektor ist nach wie vor äußerst gespannt, die Schäden sind nur teilweise, notdürftig oder überhaupt noch nicht behoben, und der nächste Winter steht bevor". Auch heute - gut ein Dreivierteljahr nach den Unwetterschäden - sollen noch zwei- bis dreihundert Ortschaften in Moldawien ohne Strom sein.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Solaranlage

    Neue KfW-Förderung für Solarstromspeicher beginnt

    Die KfW-Bank fördert Solarstromspeicher ab dem ersten März mit einem neuen Programm bestehend auch einem Darlehen und einem Tilgungszuschuss. Zu Beginn liegt der Zuschuss bei 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Batteriespeicher werden bei Solaranlagen gefördert, die nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurden.

  • Geld sparen

    Strompreise 2016: Müssen Verbraucher mit Teuerungen rechnen?

    Die Strompreise werden wohl zum Jahreswechsel wieder für viele Verbraucher steigen. Das liegt an der steigenden EEG-Umlage und den höheren Netzkosten. Eine noch größere Rolle spielt aber, in wie weit die Stromanbieter die Preissteigerung weitergeben, schließlich ist der Strom an der Börse so billig wie nie.

  • Stromnetz Ausbau

    EnBW schließt Stromliefervertrag mit Astron-Hotels

    Mit den Astron-Hotels konnte sich die EnBW eine weitere Hotelkette als Kunden sichern. Zudem kündigte der Stromversorger aus Karlsruhe an, ab Oktober auch Strom an österreichische Hotels zu liefern.

  • Hochspannungsmasten

    Neuerscheinung: "Zur Ermittlung des Ertragswertes von örtlichen Stromnetzen"

    Rechtsdeutsch á la carte: Ein neuerschienenes Gutachten klärt das Verhältnis von Sachzeitwert und Ertragswert von örtlichen Stromnetzen. Die Materie ist kompliziert und nur etwas für Experten.

  • Stromtarife

    MVV Energie AG bestätigt Ergebnisziel

    Die Mannheimer MVV Energie AG hat das Betriebsergebnisse im Dreivierteljahr 2000/2001 verbessert und die Umsatzprognose von 1,8 auf 2,1 Milliarden DM erhöht.

Top